Am Mittwochabend haben laut Angaben der Polizei Berlin etwa 300 Menschen vor dem Berliner Hauptbahnhof spontan gegen den Stopp von Schiffen mit Hilfsgütern für den Gazastreifen demonstriert. Von der Polizei wurde den Demonstrierenden ein neuer Versammlungsort am Washingtonplatz zugewiesen.

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Vereinzelt sei es zu Flaschenwürfen in Richtung der Polizei und strafbaren Parolen gekommen, heißt es von einem Sprecher der Polizei. Mehrere Menschen seien festgenommen worden. Gegen 23.30 Uhr wurde die Versammlung von der Versammlungsleitung wie geplant aufgelöst. Das hat laut Angaben der Polizei „reibungslos“ funktioniert.

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Grund für die Proteste war der Stopp mehrerer Schiffe, die mit Hilfsgütern auf dem Weg in den Gazastreifen gewesen waren. Am Mittwoch stoppte die israelische Marine im Mittelmeer mehrere Schiffe der privaten Flotte. „Die Global Sumud Flotilla wurde von israelischen Seestreitkräften angehalten“, teilte die Trägerorganisation in ihrem Telegram-Kanal mit. Einige Schiffe seien sicher gestoppt und ihre Passagiere in einen israelischen Hafen gebracht worden, teilte das israelische Außenministerium auf X mit. 

Unter den mehreren hundert Teilnehmern an Bord von mehr als 40 Motor- und Segelbooten war auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. „Greta und ihre Freunde sind in Sicherheit und gesund“, hieß es in der Mitteilung des Außenamts weiter. Das französische Außenministerium rief die israelischen Behörden auf, die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten und das Recht auf konsularischen Schutz zu garantieren. 

Bei dem Militäreinsatz seien 13 Schiffe abgefangen worden, rund 30 weitere setzten ihre Reise aber fort, teilte die Global Sumud Flotilla mit .Die propalästinensische Flottille hatte sich bis zum Zeitpunkt des Stopps nach eigenen Angaben auf 70 bis 80 Seemeilen (rund 130 bis 150 Kilometer) dem Gazastreifen genähert. Sie war Ende August von Barcelona aus in See gestochen. 

dpa/viv