In Potsdam ist ein siebenjähriger Schüler nach einer Meningokokken-Infektion verstorben. Das teilte der Potsdamer Bürgermeister Burkhard Exner am Mittwoch mit. Zuerst berichtete der RBB.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Tief betroffen habe ich vom Tod des Kindes erfahren. In dieser schmerzhaften Zeit möchte ich der Familie unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Wir stehen in Trauer an ihrer Seite und auch an der Seite der Freunde und Schulkameraden des Kindes“, sagte Exner. Gleichzeitig bat er alle Kontaktpersonen des Kindes um Mithilfe bei den notwendigen Vorsorgemaßnahmen.

Meningokokken-Infektion in Potsdam: Gesundheitsamt reagiert

Um eine mögliche Ansteckung zu verhindern, reagierte das Potsdamer Gesundheitsamt umgehend. Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse erhielten vorsorglich eine Antibiotika-Behandlung, ebenso Lehrkräfte sowie Kinder aus der Sportgruppe und dem Wohnumfeld des verstorbenen Kindes. Mögliche weitere Kontaktpersonen würden derzeit ermittelt und kontaktiert, hieß es weiter.

Lesen Sie auch

„Die vorbeugende Gabe von Antibiotika ist eine bewährte und wichtige Maßnahme, um eine mögliche Erkrankung zu verhindern“, erklärte Marco Solinski, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. Zwar könne eine Impfung schützen, allerdings gebe es unterschiedliche Typen von Meningokokken, die eine Erkrankung hervorrufen könnten.

Zuletzt gab es 2018 einen Meningokokken-Fall in Potsdam

Die Eltern der betroffenen Kinder wurden darüber hinaus gebeten, in den kommenden Tagen besonders aufmerksam auf mögliche Symptome zu achten. Dazu zählen Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Hautausschlag in Form kleiner punktförmiger Blutungen sowie ein allgemeines schweres Krankheitsgefühl.

Auch interessant

Meningokokken sind Bakterien, die in seltenen Fällen schwere, teils lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Übertragen werden sie durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch. In Potsdam war zuletzt 2018 ein Meningokokken-Fall registriert worden.