Immer wieder verletzen sich Tauben an Vogelabwehrspitzen an Gebäuden und sterben dort. Nun hat die Tierschutzorganisation Peta deswegen Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Hintergrund ist der Tod eines Taubenkükens am S-Bahnhof Storkower Straße, über den Peta in einer Pressemitteilung berichtet. Eine Retterin hatte das Küken Anfang Juli dort entdeckt – trotz sofortiger tierärztlicher Behandlung starb es. Die Deutsche Bahn verwies laut Peta auf eine Firma, die die Stacheln angebracht haben soll.

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„Das Leid der ‚Stadttauben‘ ist menschengemacht“, sagt Lisa Kainz, Fachreferentin bei Peta. Die Tierschutzorganisation kritisiert, dass zur Taubenabwehr oftmals noch Metallstacheln eingesetzt werden. Tauben nur an bestimmten Stellen brüten und standorttreu sind, verletzen sie sich oft schwer an den Metallstäben. Auch lasche Abwehrnetze können demnach zur Todesfalle werden.
Mit diesen Methoden kann die Taubenpopulation eingedämmt werden
Peta weist dagegen auf tierfreundlichere Maßnahmen, um die Taubenpopulation einzudämmen: Etwa betreute Taubenschläge, wo regelmäßig Eier durch Attrappen ersetzt werden können, durch Plexiglas oder feste Gitter an Stellen, wo ein Eiertausch nicht möglich ist.
Laut Peta stammen die heutigen „Stadttauben“ von verwilderten Haus- und Brieftauben ab, die einst aus der am Mittelmeer heimischen Felsentaube gezüchtet wurden. Hinzu kommen ausgesetzte Tauben aus Wettflügen oder Auflässen bei Hochzeiten oder Festen, die sich mit den lokalen Populationen mischen. Sie benötigen kleine Flächen, um ihre Nester in Städten bauen zu können. Diese finden sie unter anderem an Gebäudefassaden – wo sie allerdings häufig durch Stacheln abgewehrt werden.
jst/BM




