Zum Artikel: „Magnetschwebebahn in Berlin? ‚Eine Quatsch-Idee‘“ vom 18. August
Man muss ja kein Fan von Frau Bonde sein, aber erst mal Kritik äußern, ohne in Ruhe darüber nachzudenken, ist typisch für unsere linke Opposition. Permanent mehr und besseren ÖPNV zu fordern ist einfach, aber selbst etwas zu machen, was über eine Legislatur hinausgeht, scheint undenkbar zu sein. Infrastrukturelle Maßnahmen wie diese entfalten ihre Wirkung erst in der Zukunft und müssen heute angedacht und geplant werden. Sie fallen nicht vom Himmel. Wer die Verkehrswende wirklich will, muss auch mal über den Tellerrand hinausschauen.
Thomas Schiffmann, per Mail
Warum wird die Idee von Frau Bonde so schlecht gemacht und von Frau Kapek als Quatsch-Idee bezeichnet? Quatsch-Ideen werden hauptsächlich von den Grünen erzeugt. Wenn es nach denen geht, wird alles mit Lastenrädern bewegt. Ich kann mir eine Magnetschwebebahn gut vorstellen. Viele Bauteile, wie die Trasse, könnten in Fertigbauweise hergestellt werden und schnell montiert werden. Das wäre nur ein Vorteil neben geringem Energieverbrauch, leiser Fahrt und weniger Unfällen, weil sie eben nicht auf der Straße fährt. Unfälle wie mit der Tram, wie sie fast täglich passieren, gäbe es nicht.
Michael Mayer, per Mail
Auch interessant
Absolut unerheblich, ob sinnvoll oder unsinnig – jeder Vorschlag, die Situation des Verkehrs in Berlin zu verbessern, der nicht von Rot-Grün kommt und keine Radwege, Fahrradstraßen oder Straßenbahnbauprojekte enthält, wird sofort von den rot-grünen „Verkehrsexperten“ „scharf kritisiert“. Ob es eine Magnetschwebebahn sein muss oder eventuell endlich die U-Bahn Verlängerung von Rudow zum BER, nichts geht da mit Rot-Grün. Lediglich die Autofahrer, die für ihr Fahrzeug Steuern(!) zahlen, knöpfen sich Rot-grün vor. Schlicht eine verkehrte Berliner Welt.
Rudi Gräser, per Mail
Ja natürlich, mal über den Tellerrand gucken und neue Wege gehen. Soll doch der BUND hier ein „absurdes Projekt“ sehen und mit schwülstigen Worten von einer Verhöhnung aller Menschen reden. Wenn es nicht früher schon Menschen mit Visionen gegeben hätte, würden wir heute noch mit der Kutsche fahren. Berlin würde eine solche, hochmoderne und innovative Investition sehr gut zu Gesicht stehen.
Dietmar Astfalk, per Mail
Zum Artikel: „Autoritäre Wende‘? Kritik an Kita-Plänen der CDU“ vom 18. August
Hoffentlich hält die Bildungssenatorin Kurs! Alles, was man dem Bericht über ihre Pläne entnehmen konnte, ist richtig. Feste, für die Kinder verlässliche Gruppen in Kita und Hort, regelmäßige Überprüfung des Entwicklungs- und Leistungsstands, gezielte Unterstützung der Kinder und auch der Eltern bei erkannten Defiziten, gezielte Vorbereitung auf die Einschulung – ja, endlich, so sollte das sein!
Die Alternative, dass die Kinder in „offener Kita“ sich selbst ihre Angebote suchen, sie also letztlich sich selbst überlassen, sind, ohne feste Bezugspersonen beim Personal und ohne feste Gruppen, in denen sie ihre so wichtigen Kita-Freunde finden können, mag gut sein für die Starken. Es ist gesichert ganz schlecht für die Stilleren und die Schwächeren, und ist vor allem, man sollte das ehrlich aussprechen, deutlich arbeitserleichternd für das Personal. Das erklärt viele hochpädagogisch artikulierte Lobreden dafür, wie sie in dem Bericht reichlich geboten wurden. Genau so war es bei dem absurden „Schreiben nach Gehör“, mit dem man 20 Jahre lang die Kinder geschädigt hat. Es ersparte den Lehrkräften die Korrekturarbeit und war darum darum bei ihnen sehr populär.
Reinhard Kaiser, per Mail
Zum Artikel: „Berlins Bausenator: „Ein Mietenstopp wäre eine Katastrophe““ vom 18. August
Die Analyse von Christian Gaebler greift zu kurz. Zum einen stimmt es nicht ganz, dass sich die Rolle der Bezirke zwischen Hamburg und Berlin grundlegend unterscheidet. Auch an der Elbe gibt es eine von der Bevölkerung sehr demokratisch nicht nur über (Partei-)Listen gewählte Bezirksversammlung als Gegenstück zur Bezirksverordnetenversammlung. Zum anderen fehlen in der Aufzählung des Senators mit dem massiv zugenommenen Phänomen des Mietwuchers durch möblierte Wohnungen sowie der Umwandlung von leer stehendem Büroraum in Wohnungen zwei der wichtigsten Aufgaben überhaupt, die angegangen werden müssen, damit insbesondere für jüngere Menschen und Familien wieder mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht. Deshalb bedarf es hier in jedem Fall mehr Mut bei der Politik, an einem echten Masterplan zu arbeiten, der auch durch Kreativität und neues Denken die vorhandenen Probleme löst!
Rasmus Ph. Helt, per Mail
Hier lesen Sie mehr Leserbriefe an die Berliner Morgenpost




