Die Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung plant eine neue Maßnahme zur effizienteren Wohnraumverteilung in Berlin. Dies kündigte Bausenator Christian Gaebler (SPD) gegenüber dem Tagesspiegel an. Konkret geht es um eine Neuerung bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen: Wer auf eine kleinere Wohnung innerhalb seines Quartiers wechseln will, werde bei der Vergabe priorisiert. Gleichzeitig wird so die bislang genutzte größere Wohnung frei und kann neu vermietet werden.

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„Davon profitieren beide“, so Gaebler. Die Wohnungsgesellschaft kann freigewordene Objekte nach den Vorgaben der Mietpreisbremse weitervermieten, und Mieter reduzieren ihren Wohnraum auf ein bedarfsorientiertes Maß. Besonders für Senioren, die oftmals in Wohnungen mit übermäßig viel Platz leben, ließe sich so ein Umzug attraktiver gestalten.

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Berlin: Höhere Quadratmeterpreise, aber nicht zwangsläufig höhere Mieten

Ein Haken könnte jedoch der Mietpreis der kleineren Wohnungen sein. Gerade bei Neuvermietung liegen die Quadratmeterpreise häufig höher als in Bestandsverträgen älterer, größerer Wohnungen. Doch laut Senator Gaebler wird sich dies in den Gesamtkosten der neuen, kleineren Wohnung in der Regel nicht bemerkbar machen – unterm Strich soll die finanzielle Belastung gleich bleiben oder sogar sinken.

Der Ansatz eines geregelten Wohnungstauschs, bei dem zwei Mietparteien wechselseitig ihre Wohneinheiten tauschen sollten, blieb bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Seit dem Start des Programms im Jahr 2018 wurden nie mehr als 200 Tauschfälle pro Jahr registriert.

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Die neue Maßnahme soll Abhilfe schaffen, indem Mieter gezielt in kleinere Wohnungen innerhalb desselben landeseigenen Wohnungsunternehmens wechseln können. Langfristig sei auch ein Wechsel übergreifend zwischen allen sechs landeseigenen Unternehmen denkbar, die derzeit rund 380.000 Wohnungen in Berlin verwalten.

BM