Nach den anhaltenden Störungen im Berliner S-Bahn-Verkehr will Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) die Deutsche Bahn und die S-Bahn-Spitze zum Krisengespräch einbestellen. Am Mittwoch sollen Vertreterinnen und Vertreter beider Unternehmen Rede und Antwort stehen, wie die Senatorin am Dienstag gegenüber dem „RBB“ erklärte. Ziel sei es, „schnell zu Lösungen zu kommen, damit die Berlinerinnen und Berliner von den Ausfällen nicht mehr belastet sind“.

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Bonde kündigte zudem an, auch den Bund stärker in die Verantwortung nehmen zu wollen. Sie habe Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sowie die Bahn-Infrastrukturgesellschaft Infrago angeschrieben. Bonde betonte gegenüber dem Sender, dass der Senat dem Betreiber die Gelder kürze, wenn Leistungen nicht erbracht werden.

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Die Probleme im S-Bahn-Netz hatten sich in den vergangenen Tagen massiv gehäuft. Am Montag war der Betrieb durch ein defektes Stellwerk in Bellevue nahezu lahmgelegt. Auch am Dienstag kommt es erneut zu Verzögerungen und Ausfällen. Betroffen sind nach Angaben der S-Bahn vor allem die Linien S1, S5, S7, S8 sowie mehrere Verbindungen auf dem Ring.

Der Fahrgastverband Pro Bahn macht für die Störungen vor allem den schlechten Zustand der Infrastruktur verantwortlich, wie der „RBB“ weiter berichtet. „Die letzten Jahrzehnte ist bei der Bahn gespart worden, wo es nur ging – sowohl am Personal als auch an der Technik“, kritisierte Landeschef Martin Pogatzki gegenüber dem Sender. Die Folge seien Signalstörungen, Stellwerkschäden und ein Netz, das auf Verschleiß gefahren werde.