Eddie Wilson wird in diesem Leben wohl kein Fan des BERs. Der Chef der irischen Billigfluggesellschaft „Ryanair“ kritisierte nun in einem Interview mit dem „Focus“ die Zustände an dem Berliner Hauptstadtflughafen massiv. Er sieht dabei zahlreiche Verfehlungen und kündigte erste Konsequenzen an.
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Hauptstadtflughafen BER: Ryanair-Boss Eddie Wilson findet Zustände skandalös
„Berlin ist die Hauptstadt der größten Volkswirtschaft in Europa. Der Flughafen hat eine Kapazität für 50 Millionen Passagiere – sie haben letztes Jahr gerade mal 25 Millionen abgefertigt“, sagte Wilson in dem Gespräch. Im Vergleich dazu habe selbst der Flughafen in der irischen Stadt Dublin, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat und der einer der kleinsten in Europa sei, mehr Passagiere in einem Jahr abgefertigt: nämlich 35 Millionen. „Da stimmt doch etwas nicht.“
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Eine der möglichen Gründe für dieses Dilemma liege dem Ryanair-Chef zufolge in den hohen Kosten für Reisende. Diese müssten rund 55 Euro „für Luftverkehrssteuer, absurde Flugsicherungsgebühren und Flughafengebühren“ zahlen. „Ist das nicht skandalös?“, fragte Wilson. Zudem sei der BER schlecht organisiert. „Berlin ist hoffnungslos ineffizient. Man hat sieben Milliarden Euro für den Berliner Flughafen ausgegeben, der halb leer ist und wo die Preise steigen“, wettert der 61-jährige CEO weiter.
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Diese Erkenntnis gibt es bei dem Unternehmen nicht erst seit Neuestem. Bereits zu Beginn dieses Jahres wurde jeder fünfte Flug aus der Hauptstadt gestrichen und zukünftig wird sich Ryanair immer weiter aus Deutschland zurückziehen. „Wir arbeiten noch an der Fertigstellung des Winterflugplans, aber es wird einschneidend sein“, kündigte Wilson an.
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Heftige Kritik von Ryanair: Das sagt der BER dazu
Die vehemente Kritik möchte man in Berlin so jedoch nicht stehen lassen. „Der BER ist einer von zwei Flughäfen, die zu Beginn des Jahres sogar die Luftsicherheitsgebühren gesenkt haben“, erklärte ein BER-Sprecher gegenüber „B.Z“. Auf diese Weise wolle man den Standort für Fluggesellschaften attraktiver machen. „Das war möglich, weil wir Anfang 2024 die Steuerung der Sicherheitskontrollen von der Bundespolizei übernommen haben und sie seitdem deutlich effizienter gestalten konnten“, heißt es weiter. Diese Änderungen scheinen Ryanair jedoch nicht zu reichen.





