Wer dieser Tage vom Flughafen BER in den Urlaub startet, braucht vor allem eines: Geduld. Zwar ist die Zahl der annullierten Flüge am Hauptstadtflughafen im ersten Halbjahr 2025 etwas gesunken, doch die Verspätungen haben im gleichen Zeitraum deutlich zugenommen. Laut einer aktuellen Halbjahresauswertung des Verbraucherportals Flightright hoben mehr als 30 Prozent der Flüge ab BER mit Verspätung ab – so viele wie an kaum einem anderen deutschen Flughafen.

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Während deutschlandweit die durchschnittliche Verspätungsquote auf 24,66 Prozent anstieg, liegt sie in Schönefeld bei alarmierenden 30,75 Prozent. Damit zählt der BER inzwischen zu den Schlusslichtern im europäischen Vergleich. Zum Vergleich: Frankfurt kommt aktuell auf rund 20 Prozent verspätete Flüge, Düsseldorf auf 21 Prozent.
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BER schafft es bei Flugausfällen auf Platz sechs in Europa
Die Zahl der Flugausfälle hingegen ging am BER leicht zurück. 1,09 Prozent aller geplanten Starts wurden im ersten Halbjahr 2025 gestrichen. Das entspricht zwar einer besseren Quote als noch zu Jahresbeginn, reicht europaweit aber nur für Platz sechs unter den unzuverlässigsten Flughäfen. Gründe dafür sind unter anderem Lieferengpässe bei neuen Flugzeugen, Wartungsprobleme, ein weiterhin hohes Passagieraufkommen sowie die latente Gefahr neuer Streiks.
Der Flughafen München ist in Deutschland Spitzenreiter bei Flugausfällen (1,29 Prozent), europaweit führt Helsinki mit einer Stornierungsquote von 2,5 Prozent das Negativranking an. Das liegt vor allem an zahlreichen Personalstreiks.
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Flightright rät Passagieren, ihre Fluggastrechte genau zu kennen. Feyza Türkön, Fluggastrechtsexpertin bei Flightright, sagt dazu: „Gerade bei Verspätungen von mehr als drei Stunden oder kurzfristigen Annullierungen stehen Reisenden oft Entschädigungen zu – und diese werden leider längst nicht immer freiwillig gezahlt.“







