Es ist neben „Dinner for One“ in der ARD das Silvester-Highlight im deutschen Fernsehen: die Liveübertragung des ZDF von der Megaparty am Brandenburger Tor mit den Auftritten zahlreicher Musiker. Doch nun ist klar: Wegen unzureichender Finanzierung wird die Party abgesagt und damit wohl auch die Sendung.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Das ZDF hat zur Kenntnis genommen, dass es die Silvesterparty am Brandenburger Tor in der bisherigen Form nicht mehr geben wird“, teilte ein ZDF-Sprecher dieser Redaktion mit. „Damit entfällt die Möglichkeit einer Liveübertragung. Der Sender arbeitet daher an anderen Programmoptionen für den Silvesterabend.“
Auch interessant
Die Party mit zahlreichen Künstlern findet seit Jahrzehnten statt. Zuletzt wurde sie immer vom ZDF live übertragen. Zehntausende Besucher kamen dazu an das Wahrzeichen in der Mitte Berlins, um Mitternacht startete ein Feuerwerk. Anfang Juli hatte der Veranstalter Alarm geschlagen und mitgeteilt, dass für dieses Jahr die Finanzierung nicht gesichert sei. Als Grund nannte er fehlende Zusagen von Landeszuschüssen. Eine alleinige Unterstützung durch das ZDF reiche nicht.
Moderieren Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner nun eine andere Show?
Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor wird seit den 90er-Jahren im Fernsehen übertragen – seit 2010 vom ZDF unter dem Titel „Willkommen“. Zunächst führten Mirjam Weichselbraun und Norbert Lehmann durch den Abend. 2013 übernahm dann Andrea Kiewel die Moderation – seit 2016 wird sie dabei von Johannes B. Kerner unterstützt. Noch ist unklar, ob sie nun eine andere Show moderieren werden.
Von Sascha bis Shirin David: Diese Stars feierten Silvester in Berlin
Auch die ARD hat seit vergangenem Jahr eine Live-Silvestershow: Der „Silvester-Schlagerbooom“ mit „Traumschiff“-Kapitän Florian Silbereisen wird auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit dem österreichischen ORF und dem schweizerischen SRF aus München übertragen.









![„In den vergangenen Jahren hatten Auftritte von abgehalfterten Künstlern [...] eine öffentliche Debatte über das Niveau der Veranstaltung ausgelöst“, schreibt der Tagesspiegel 2011. Es war also fünf vor zwölf. Udo Jürgens (hier bei einem späteren Auftritt) und Die Scorpions waren die Antwort des Veranstalters auf die kritischen Stimmen. Udo Jürgens bekommt in Klagenfurt eine Dauerausstellung](https://img.sparknews.funkemedien.de/409635613/409635613_1753882736_v16_9_1200.jpeg)





