Umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste, überflutete Keller und zerstörte Fahrzeuge: Gleich zwei Unwetter haben binnen weniger Tage Ende Juni ihre Spuren in Berlin hinterlassen. Dabei kam auch eine Frau ums Leben, es gab mehrere schwerverletzte Personen. Und noch immer sind nicht alle Schäden erfasst. Besonders betroffen ist der nördliche Berliner Bezirk Reinickendorf sowie Steglitz-Zehlendorf.

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Welche Schäden sind an Infrastruktur, Gebäuden und Grünflächen durch die letzten beiden Unwetter im Juni 2025 entstanden und wie hoch sind die Kosten für die Instandsetzung sowie die Beseitigung von Schäden im öffentlichen Raum? Das wollte der CDU-Abgeordnete Alexander J. Herrmann von der Senatsinnenverwaltung wissen und stellte eine entsprechende Anfrage. Die schriftliche Antwort liegt der Berliner Morgenpost vor. Zuerst berichtete die B.Z.

Demnach zeichnet sich ab, dass in Reinickendorf Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro erwartet werden und das, obwohl die Bestandsaufnahme noch nicht abgeschlossen ist. In Steglitz-Zehlendorf wird der vorläufige Gesamtschaden mit etwas mehr als einer Million beziffert. Dort entstanden Schäden an Straßen und Anlagenbäumen. Aufgelistet werden 160.000 Euro Beseitigungskosten, 590.000 Euro Wertverlust und 250.000 Euro Wiederherstellungskosten. Auch in diesem Bezirk werden weitere Schadensmeldungen erwartet und es seien noch weitere Kosten zu erwarten, heißt es in der schriftlichen Beantwortung der Anfrage.

Sturmschäden am Rathausdach in Schöneberg

In Lichtenberg bilanzierten die Verantwortlichen 295 schwere Astbrüche (590.000 Euro), 42 Baumfällungen, einschließlich Entsorgung (63.000 Euro) und 250 Baumpflegemaßnahmen (125.000 Euro). Treptow-Köpenick meldet Baumverluste, ohne die Kosten zu beziffern, ein umgekipptes Kleinfeldtor, ein beschädigtes Drängelgeländer sowie mehrere Astbrüche. In Tempelhof-Schöneberg gab es mehr als 200 Schadensmeldungen zu Ast- und Kronenbrüchen, beschädigte Verkehrszeichen sowie Sturmschäden am Dach des Rathauses Schöneberg und der Ulrich-von-Hutten-Schule.

Das Bezirksamt Spandau meldet massive Schäden im Spandauer Forst, Schäden an Friedhöfen und am Baumbewuchs an Schulen. Man erwarte weitere Schadensmeldungen und eine Kostenkalkulation sei noch nicht möglich, heißt es. In Pankow sind Schätzungen nach zu Folge Schäden in Höhe von mehr als 400.000 Euro entstanden. Betroffen sind Schulen, Grünflächen, Straßenbäume an Dächern, Fassaden und Dachrinnen.

In Mitte entstanden Schäden in Höhe von 44.000 Euro, in Friedrichshain-Kreuzberg etwa 125.000 Euro, in Neukölln sind es etwas mehr als 30.000 Euro und in Marzahn-Hellersdorf 70.000 Euro. Charlottenburg-Wilmersdorf hingegen hat lediglich entstandene Schäden in Höhe von 5239,00 Euro beziffert.

Tausende Bäume in den Forsten Spandau und Tegel zerstört

Massive Schäden mit noch nicht einschätzbaren Kosten haben die Unwetter in den Forsten Tegel und Spandau verursacht. Dort wurden tausende Bäume entwurzelt oder sind umgeknickt. In den beiden Forsten sind nach ersten Schätzungen Bäume mit einer Holzmasse von etwa 35.000 Kubikmeter umgestürzt oder gebrochen. Bis zum 4. August bleiben die Waldgebiete Spandauer und Tegeler Forst gesperrt. Vergleichsweise glimpflich sind die Forstamtsbereiche Grunewald, Köpenick und Pankow davon gekommen. Dort gab es überwiegend Schäden an einzelnen Bäumen.