Die Zahl der Wohnungslosen in der Hauptstadt hat sich in den vergangenen drei Jahren von knapp 26.000 auf mehr als 53.600 Menschen mehr als verdoppelt. Zudem könnten bis zum Ende des Jahrzehnts die Wohnungslosen um knapp 60 Prozent auf mehr als 85.600 Menschen steigen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Soziales auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor, über die der RBB berichtet.

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Demnach bezieht sich 53.600 auf die Zahl der Menschen, die im Januar dieses Jahres durch die Bezirke untergebracht wurden. Eine Bedarfsprognose von Anfang März geht von einem weiteren Anstieg aus: Ende des Jahres wird mit 55.400 wohnungslosen Personen gerechnet, die eine Unterkunft brauchen.
Neben wohnungslosen Menschen müssen in Berlin zudem Flüchtlinge in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden – insgesamt liegt der Bedarf bis Ende 2025 bei rund 90.000 Plätzen. Bis Ende des Jahrzehnts wird dieser Bedarf auf knapp 114.600 Unterbringungsplätze ansteigen.
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Seit 2022 erfasst das Statistische Bundesamt die Zahl der wohnungslosen Personen. Dabei gibt es laut Senatssozialverwaltung drei Kategorien von wohnungslosen Menschen: „untergebrachte wohnungslose Menschen, die in Wohnheimen, Trägerwohnungen, Notübernachtungen und weiteren Angeboten der Wohnungsnotfallhilfe leben, verdeckt wohnungslose Menschen, die bei Angehörigen, Freunden oder Bekannten unterkommen, sowie wohnungslose Menschen ohne Unterkunft (obdachlose), die auf der Straße oder in Behelfsunterkünften leben.“
Anfang 2024 wurden demnach rund 47.000 untergebrachte Wohnungslose und 2.300 verdeckt wohnungslose Personen gezählt, die bei Angehörigen, Freunden oder Bekannten unterkamen. Außerdem wurde Ende Januar 2024 von rund 6.000 obdachlosen Menschen ausgegangen, die auf der Straße oder in Behelfsunterkünften lebten.
jst/BM





