Der Wasserstreit zwischen Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) ist doch noch nicht beigelegt. Nachdem Tesla einem neuen Versorgungsvertrag kürzlich zugestimmt hatte und alles geklärt schien, will der Verband nun noch einmal diskutieren. Für den kommenden Montag ist eine außerordentliche Sitzung der Verbandsversammlung geplant. Wie der „Tagesspiegel“ am Sonnabend berichtet, sollen die Mitglieder dann erneut über den Vertrag abstimmen.

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Grund für die erneute Abstimmung ist demnach ein Begleitschreiben, das Tesla parallel zum unterzeichneten Vertrag an den Wasserverband gesandt haben soll. Darin soll es um einige formale Widersprüche gehen. Dem Bericht nach hat der WSE das Schreiben juristisch untersuchen lassen. Mit dem Ergebnis, dass die Rechtskraft des Vertrages dadurch eingeschränkt sei, weshalb Verbandschef André Bähler nun intervenieren will.
Im Verband sind 16 Städte und Gemeinden der Region vertreten. Nach jahrelangem Streit hatten die Bürgermeister erst im vergangenen Frühjahr mehrheitlich für den neuen Versorgungsvertrag gestimmt. Daraufhin hatte Tesla das Vertragswerk wochenlang geprüft. Im Juni stimmte dann auch das Unternehmen zu und die Sache schien erledigt.
Tesla-Werk Grünheide braucht weniger Wasser als geplant
Tesla hat eigenen Angaben zufolge bisher deutlich weniger Wasser verbraucht als ursprünglich geplant. Ein Manager des E-Autobauers bezifferte den jährlichen Verbrauch des Werks kürzlich auf 450.000 Kubikmeter. Nach dem alten Versorgungsvertrag wäre eine Lieferung von 1,8 Millionen Kubikmetern Trinkwasser pro Jahr möglich gewesen. Der ursprünglich geplante Ausbau des Werks liegt vorerst auf Eis. Tesla produziert in Grünheide aktuell nur rund 5000 E-Autos pro Woche. Laut Genehmigung dürfte das Unternehmen schon jetzt etwa doppelt so viele Autos in Grünheide bauen.
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Im neuen Vertrag ist die maximale Liefermenge an Tesla um 400.000 Kubikmeter reduziert. Die Kommunen der Region hoffen damit auf mehr Handlungsspielraum für andere Großprojekte. Denn der WSE hat sich in der Vergangenheit mit Verweis auf eine drohende Wasserknappheit immer wieder gegen neue Bauprojekte ausgesprochen. Ob das Begleitschreiben nun dazu führt, dass der Vertrag für nichtig erklärt wird, ist fraglich. Thomas Krieger, Bürgermeister von Fredersdorf/Vogelsdorf und Vorsitzender der WSE-Verbandsversammlung, hält ihn laut Bericht weiter für gültig.
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André Thierig, Leiter der Tesla-Fabrik Grünheide, sieht das offenbar genauso. „Das Begleitschreiben enthält keine neuen Bedingungen, Forderungen oder Änderungswünsche“, äußert sich Thierig in dem Bericht. „Sofern wir zur Auffassung gekommen wären, dass Änderungen am Änderungsvertrag notwendig seien, hätten wir um weitere Vertragsverhandlungen gebeten“, so der Werksleiter. Dies sei aber nicht der Fall. „Im Gegenteil, wir haben den Änderungsvertrag in der von der Verbandsversammlung beschlossenen und durch den Verbandsvorsteher Herrn Bähler unterzeichneten Version, unterschrieben“, betont Thierig.






