Heute beginnen in Berlin und Brandenburg die Sommerferien und damit die heiße Phase des Sommerreiseverkehrs: In den nächsten Wochen müssen Autofahrende mit deutlich mehr Verkehr auf den Autobahnen rechnen. Ab heute sind viele Familien und Reisende sind unterwegs, weitere folgen in den nächsten Tagen, wenn auch in den anderen Bundesländern die Sommerferien beginnen.

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Zunächst starten die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Hamburg in die Ferien, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Eine Woche später beginnt in den beiden südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern die schulfreie Zeit.

An diesen Tagen nach dem Ferienstart müssen Sie mit erhöhtem Reiseverkehr rechnen. Es empfiehlt sich dann in die Morgen- oder Abendstunden auszuweichen.
An diesen Tagen nach dem Ferienstart müssen Sie mit erhöhtem Reiseverkehr rechnen. Es empfiehlt sich dann in die Morgen- oder Abendstunden auszuweichen.© Berliner Morgenpost Infografik/OSM | C. Schlippes

In Berlin ist der letzte Schultag der Mittwoch, 23. Juli. Nach Einschätzung der Autobahn GmbH bleibt das Verkehrsaufkommen am Donnerstag, 24. Juli, allerdings noch vergleichsweise moderat. Die Hauptreisewelle aus dem Norden und Nordosten der Republik setzt voraussichtlich erst am Samstag, 26. Juli, ein. Dann müssen sich Autofahrende auf längere Fahrzeiten und stockenden Verkehr einstellen. Auch am Sonntag, 27. Juli, dürfte die Verkehrslage auf vielen Strecken angespannt sein. Besonders betroffen werden hiervon die Hauptverbindungen in Richtung Süden sein, dies sind die A7 und die A9 sowie im weiteren Verlauf auch die A3, A5 und A8.

An diesem Tag droht der Höhepunkt des Reiseverkehrs

Mit dem Ferienbeginn in Süddeutschland ist ab Donnerstag, 31. Juli, erneut mit einem Anstieg des Reiseverkehrs zu rechnen. Auch am Freitag, 1. August, wird merklich mehr Verkehr auf den Straßen unterwegs sein. Den Höhepunkt des Reiseverkehrs erwartet die Autobahngesellschaft am Samstag, 2. August: Hier muss vielerorts mit Staus und zähfließendem Verkehr gerechnet werden. Auch der Sonntag, 3. August, wird voraussichtlich von einem hohen Verkehrsaufkommen geprägt sein. Auf vielen Strecken wird sich der Reiseverkehr aus Süddeutschland mit ersten Rückreisewellen nach Norddeutschland überlagern. Mit der A3, A5, A7, A8 und A9 wird dies vor allem die Autobahnen betreffen, die Süddeutschland durchqueren und in Richtung Norden weiterführen.

Die Staurisikokarte für die kommende Woche

Die Autobahn GmbH hat eine Staurisikokarte für den Zeitraum vom 21. Juli bis 3. August erstellt. Sie zeigt staugefährdete Baustellenabschnitte auf den wichtigsten Ferienrouten und dient als Orientierungshilfe für Reisende. Weitere Infos zur Reiseplanung:

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Auch im Ausland gibt es Stau-Fallen

Der ADAC warnt zudem auch vor Staufallen im Ausland. Insbesondere auf den klassischen Transitrouten wie der Tauern-, Brenner-, Gotthard- und Karawankenautobahn müsse mit langen Staus gerechnet werden. In Österreich führen Baustellen und Abfahrtssperren zu weiteren Verzögerungen. Schwerpunkte liegen hier:

  • Brennerautobahn A13: Bauarbeiten im Bereich der Luegbrücke
  • Inntalautobahn A12 und Fernpass-Route: Wochenend-Abfahrtssperren
  • Reschenpass-Straße: einspuriger Wechselverkehr bei Pfunds
  • Pfändertunnel (A14): Sanierungsarbeiten mit gelegentlichen Nachtsperren

Eine Erleichterung gibt es auf der Tauernautobahn, so der ADAC: Die Baustelle der Tunnelkette Golling - Werfen ist seit Ende Juni abgeschlossen und die Strecke ist wieder zweispurig befahrbar. Voll wird es zudem auf den Fernstraßen zu den Küsten Italiens, Kroatiens und Frankreichs sowie auf den Routen von und nach Polen, Tschechien, Dänemark und in den Norden Europas. Auf der D8 in Tschechien (Dresden - Prag) kommt es wegen Tunnelsanierungen zu Behinderungen.

Achtung, es gibt wieder Grenzkontrollen

An vielen Grenzübergängen muss vermehrt mit Wartezeiten gerechnet werden. Die Einreisekontrollen nach Deutschland erfolgen zwar stichprobenartig, dennoch kommt es insbesondere an folgenden Übergängen regelmäßig zu Rückstaus:

  • A3 Suben
  • A8 Walserberg
  • A93 Kiefersfelden
  • A4 Ludwigsdorf (Görlitz)
  • A11 Pomellen (Stettin)
  • A12 Frankfurt (Oder)
  • A15 Forst

Auch bei Ausreisen etwa nach Polen, Frankreich oder Dänemark sind punktuell Verzögerungen möglich. In der Hauptreisezeit ist bei Fahrten Richtung Slowenien, Kroatien, Griechenland und Türkei mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Der ADAC empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren, ausreichend Pausen einzuplanen und bei sommerlicher Hitze genügend Wasser mitzunehmen. Auch im Auto sollte man sich ausreichend vor Sonne schützen. Wer flexibel ist, sollte ruhigere Reisetage wählen, um stressfreier ans Ziel zu kommen.