Zum Artikel „Volksbegehren Berlin autofrei zulässig“ vom 26. Juni
Was für ein „Super“-Einfall, natürlich wieder juristisch abgesegnet vom Berliner Verfassungsgerichtshof. Es klingt fast wie ein Sommermärchen. Wie realitätsfremd muss man denn sein, wenn man solche Vorschläge macht. Auch wenn Berlin im Vergleich zum ländlichen Raum einen verhältnismäßig guten Nahverkehr hat, gibt es sehr viele Pendler in den Innenstadtbereich. Relativ gut, heißt nicht wirklich gut, denn auch am öffentlichen Nahverkehr wurde in den letzten Jahrzehnten massiv gespart. Wenn das Volksbegehren siegt, wären die Folgen für die Wirtschaft massiv. Aber was interessieren sich denn deren Macher heute noch für die Wirtschaft, wenn es sich super aus der Umverteilung leben lässt. Ja, aber eben genau so lange wie die Wirtschaft funktioniert! Vielleicht sollten sich die Initiatoren, einmal überlegen, ob sie nicht gerade den Ast absägen, auf dem sie gerade sitzen.
Christine Horn, per E-Mail

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Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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Vielleicht denkt die „Initiative Berlin autofrei“ einmal daran, dass Berlin die Hauptstadt dieses Landes ist. Alle wollen hierher, aber Zustände vom Dorf haben. Warum bleiben sie dann nicht dort? Für ein Auto, welches fast nur auf dem Parkplatz steht, sollte die Initiative dann auch die KFZ-Steuer übernehmen.
Uta Siebert, per E-Mail
Individueller Personenverkehr soll den Reichen vorbehalten werden, die die Taxis bezahlen können. Auch nicht gewerbliche Aktivitäten sind mitunter mit Transporten von schweren und umfangreichem Equipment verbunden. Hobby-Aktivitäten (Musik, Sport), die für sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft wichtig sind, werden so unterbunden und der professionellen Szene vorbehalten, die die notwendigen Sondergenehmigungen bekommt. Ausnahmeregelungen ohne Ende stehen an, und das in einer Zeit, in der Bürokratieabbau ganz oben auf der Agenda steht. Ein enormer Kontrollaufwand wäre notwendig. Frauen, die aus Sicherheitsgründen nachts lieber ein Fahrzeug benutzen als sich Pöbeleien und sexuellen Übergriffen im ÖPNV auszusetzen, werden die Innenstadt meiden. Man wundert sich wieder einmal über unsere Gerichte, die derartig diskriminierende Anliegen genehmigen.
Wolfgang Babisch, per E-Mail
Zum Artikel „Sozialämter lassen Bedürftige monatelang warten“ vom 27. Juni
Der Senat stattet die Bezirksämter finanziell aus, damit sie ihre Aufgaben im Dienste ihrer Bevölkerung erfüllen. Die Organisation der Arbeit ist Sache der Bezirksämter. Wenn sich nun z.B. das kleine BA Reinickendorf elf (!) Beauftragte leisten kann, zuletzt eine Einsamkeits-Beauftragte ernannt hatte, dann fragt sich ein kopfschüttelnder Steuerzahler dieses Bezirks, wer da die Organisation der Arbeit eigentlich wie vornimmt. Ein Beispiel: Nach dem letzten Sturmereignis dauerte es, trotz dreimaliger Erinnerungen, drei Wochen, bis das Grünflächenamt des Bezirks die Reste der von der Feuerwehr zerlegten Baumreste von Gehwegen beseitigte. Wenn die Organisation der Arbeit in den Bezirksämtern überall so stattfindet wie hier, wundert es nicht, dass Sozialämter, Jugendämter etc. Probleme bei der Bewältigung ihrer Arbeit haben. Geld ist genug da (u.a. durch den Länderfinanzausgleich), aber es fehlt hier immer dort, wo es um den Dienst am Menschen geht (Kita, Schule, Jugendheime, Krankenhaus, Pflege, Sozialdienste etc.). Kein verantwortlicher Politiker schaut über den Zaun, z.B. nach Dänemark, und adaptiert Lösungen. Warum?
B. Klinge, per E-Mail
Zum Thema „Handy-Verbot an Schulen?“
Es gibt etliche Schulen im Bundesgebiet, die bereits seit längerem ein Handyverbot in der Schule durchsetzen (morgens abgeben und erst nach Schulschluss wieder zurück bekommen). Diese Schulen berichten unisono von ihren guten Erfahrungen damit. Die Schüler sind konzentrierter im Unterricht und verbessern ihre Noten und: sie unterhalten und beschäftigen sich wieder miteinander und nicht nebeneinander. Alleine diese Erfahrungen sollten ein Handyverbot unumgänglich machen!
C. Dexel, per E-Mail
Zur Berichterstattung über Donald Trump
Ihre andauernde tendenziöse, pseudo-psychologisierende und bewertende Berichterstattung im Politik-Teil zu Trump bzw. seinen politischen Entscheidungen wird für mich immer unsäglicher. Wie Sie die Mimiken des amerikanischen Präsidenten interpretieren, wie Sie sich in gefühlt jedem Artikel in unterkomplexer Art und Weise auf das „große Ego“ des Präsidenten beziehen rund um den Iran-Konflikt - dies ist, meine ich zumindest, nicht Ihr Job. Sämtliche Handlungen werden Herrn Trump negativ ausgelegt. Trump als Sündenbock und Projektionsfläche bietet sich an - aber ich möchte dennoch eine wenigstens einigermaßen neutrale Berichterstattung fordern.
J. Probst, per E-Mail




