Die Berliner Feuerwehr war am Montagabend im Dauereinsatz, nachdem Sturmtief „Ziros“ für Extremwetter gesorgt hatte. Orkanartige Böen stürzten die Hauptstadt ins Chaos, Bäume fielen um und blockierten Straßen. Eine Frau kam im Spandauer Forst ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto fiel. Der Zugverkehr im gesamten S-Bahn-Netz war stundenlang eingestellt.
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Videos in den Sozialen Medien zeigen, wie der Sturm über Berlin hinweggefegt ist. Ein Beitrag des Instagram-Kanals „dasistberlinbitch“ zeigt nicht nur herausgerissene Bäume, sondern auch einen Sonnenschirm, der vom Sturm mitgerissen wird und Autos im Straßenverkehr behindert. Vor einem Fahrzeug kommt der Schirm schließlich zum Liegen. Das Video vermittelt einen guten Eindruck davon, wie der starke Wind durch die Straßen peitscht.
Ein anderes Video bei X zeigt einen Baum, der mit allen Wurzeln herausgerissen wurde und auf ein Taxi gekracht ist. Thomas Heise, Spiegel-TV-Reporter, steckte stundenlang in einer S7 am Wannsee fest und dokumentierte das Erlebte bei X. Er schreibt, dass nur eine Mutter mit Kind die S-Bahn habe verlassen dürfen. Ansonsten beklagt sich Heise über das „beschissene Krisenmanagement“ der S-Bahn.
Mutter mit Kind darf @SBahnBerlin S7 verlassen. Das war’s. pic.twitter.com/xZs6dxJvlf
— Thomas Heise, Reporter (@HeiseThomas) 23. Juni 2025
Eine Userin bei Instagram dokumentiert ebenfalls einen massiven, umgestürzten Baum, der in Neukölln auf ein Taxi gekracht ist. Viele Radfahrer und Fußgänger versuchten, sich während des Sturms in Sicherheit zu bringen. Einige Menschen stürzten, andere suchten Schutz in Hauseingängen, als Äste über Straßen und Wege flogen.
Mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt: Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, auf der Clayallee im Berliner Westen sei eine Radfahrerin von einem Baum getroffen worden, sie schwebte in Lebensgefahr. In Spandau stürzte ein Baum auf ein Auto und verletzte eine Person ebenfalls lebensbedrohlich.

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Schwere Stürme sind in Berlin vergleichsweise selten – anders als etwa in Norddeutschland. Im Oktober 2017 kam eine Frau in Berlin während des Sturms „Xavier“ ums Leben, nachdem sie von einem umstürzenden Baum getroffen worden war.
#berlin heute #gewitter #unwetter pic.twitter.com/X1ZRKVr25C
— MVBerlinWS (@MWetterstation) 23. Juni 2025
Im Juli 2002 versetzte der verheerende Sturm „Anita“ Berlin in einen Ausnahmezustand. Acht Menschen kamen in der Hauptstadt und in Brandenburg ums Leben, rund 40 wurden verletzt, als Orkanböen mit bis zu 152 Kilometern pro Stunde über die Stadt fegten. Unter den Opfern waren auch zwei Jugendliche, die bei einem Zeltlager auf der Wannsee-Halbinsel Schwanenwerder von Bäumen erschlagen wurden.

dpa/BMO





