Nach heftiger Kritik der Veranstalter an der Deutschen Bahn fahren nun Sonderzüge zum Fusion-Festival in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern). Die Veranstalter des Riesen-Spektakels auf einem ehemaligen Militärflugplatz hatten wegen der ankündigten Baustellen und Zugausfälle zwischen Berlin und der Ostsee unter anderem einen „Kollaps“ der S-Bahn-Linie S1 in Berlin befürchtet, wenn ab Mittwoch (25. Juni) auch aus Berlin die Anreise zum Festival beginnt. Zu dem mehrtägigen Musikfestival werden bis zu 65.000 Besucher und 3000 Künstler erwartet.

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Ende März habe die Deutsche Bahn zwar die Veranstalter bereits über geplante Streckenausfälle zur An- und Abreisezeit des Fusion Festivals im Juni informiert, so die Veranstalter auf ihrer Webseite. Dennoch seien weiterhin Bahntickets für die nicht existierenden Verbindungen angeboten worden. „Die massiven Einschränkungen betreffen alle, die mit der Bahn von oder nach Neustrelitz über Berlin reisen möchten“, schreiben die Veranstalter. Bei der Abreise ab 1. Juli seien dann zusätzlich auch Verbindungen in Richtung Rostock betroffen.

Am Montagmorgen kündigte die Deutsche Bahn nun auf ihrer Webseite an, es werde Sonderzüge geben, „damit die Besucherinnen und alle anderen Reisenden, die zur Ostsee wollen, gut an ihr Ziel kommen und entspannt zurückfahren können.“ Wegen Bauarbeiten werde es zu Einschränkungen kommen.
„Beförderung kann aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht garantiert werden“
Schon seit Anfang der Woche ist etwa die Bahnstrecke zwischen Berlin und Oranienburg stark eingeschränkt. Aktuell verkehrt nur die S-Bahnlinie S1 bis Oranienburg. Grund sind Gleisarbeiten zwischen Oranienburg und Birkenwerder bei Berlin.
Die Festivalveranstalter hatten deswegen einen „Kollaps“ der S1 zum Start der Fusion ab Mittwoch befürchtet und den Berlinern als Alternative Fahrgemeinschaften mit dem Auto empfohlen. Trotz Sonderzügen sieht allerdings auch die Deutsche Bahn die Situation kritisch. Gerade bei der Abreise ab Neustrelitz sei sowohl in Richtung Norden als auch in Richtung Süden der Betrieb nach Berlin stark eingeschränkt, heißt es in der Mitteilung: In beide Richtungen gibt es streckenweise Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Auf andere Linien auszuweichen werde nicht empfohlen, heißt es in der Mitteilung der Bahn, „weil die Beförderung aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht garantiert werden kann“ und auch dort Bauarbeiten angesagt sind. Im Schienenersatzverkehr können etwa Fahrräder nicht oder nur sehr begrenzt mitgenommen werden.
Anreise am Mittwoch, 25. Juni und Donnerstag. 26. Juni
- Sonderzüge ab Oranienburg im Zeitraum von ca. 9–18 Uhr (diese werden in den Auskunftssystemen auch als Sonderzüge angezeigt (stündlich, x:45 Uhr)). Es erfolgt eine separate Lenkung für Reisende vor Ort.
- Aus Richtung Norden ist der Bahnhof Neustrelitz wie gewohnt über die Züge der Linien RE5, RE50 und RE51 zu erreichen.
Die S-Bahn Berlin unterstützt operativ die Anreise mit der S1 nach Oranienburg.
Abreise: Sonntag, 29. Juni und Montag, 30. Juni
- Sonderzüge ab Neustrelitz im Zeitraum von 11–21 Uhr (stündlich x:40 Uhr).
Ein zusätzlicher Sonderzug fährt um 23.10 Uhr als letzte Verbindung nach Berlin.
Verlängerung der S-Bahn Linie S8 von Birkenwerder nach Oranienburg. - Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen: Ab Dienstag, 1. Juli (3 Uhr), ist die Abreise ab Neustrelitz sowohl in Richtung Norden (SEV bis Waren/Müritz) als auch in Richtung Süden (nach Berlin) stark eingeschränkt: Der RE5 verkehrt nur bis Nassenheide (SEV ab Löwenberg). Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Bahn, die Abreise rechtzeitig am 30. Juni anzutreten. Zur Umfahrung auf andere Linien auszuweichen wird nicht empfohlen, weil die Beförderung aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht garantiert werden kann und es zudem weitere Baumaßnahmen gibt. Fahrgäste sollten sich dringend vor Reiseantritt in den Online-Auskünften (DB Navigator, bahn.de oder auch in der VBB-App „Bus&Bahn“) informieren.





