Fast 15 Jahre nach dem spektakulären Überfall auf ein Pokerturnier im Berliner Luxushotel „Grand Hyatt“ ist einer der Täter erneut festgenommen worden – und zwar in einem Krankenhaus. Der Grund: illegale Einreise mit einem falschen Pass. Das berichtet die Zeitung „B.Z.“. Er war bereits 2021 in die Türkei abgeschoben worden.

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Was war passiert? Den Informationen des „Tagesspiegel“ zufolge war der 35-Jährige am vergangenen Freitag (16. Mai) auf der Karl-Marx-Allee von einem unbekannten Mann angeschossen worden. Er erlitt Verletzungen an einem Bein und am Po. Er konnte trotzdem noch allein ins Krankenhaus gehen.
Die von Zeugen alarmierten Einsatzkräfte sicherten zunächst Spuren am Tatort. So kamen die Beamten auf die Spur des 35-Jährigen und befragten ihn im St. Hedwig-Krankenhaus. Dort wies er sich mit gefälschten Papieren aus. Er habe einen gefälschten Ausweis genutzt, der zwar sein Foto, jedoch einen anderen Namen gezeigt habe. Zudem wollte er keine Angaben zu dem Vorfall machen.
Die Berliner Staatsanwaltschaft habe daraufhin Haftbefehl wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung erwirkt. Der Intensivtäter sitze inzwischen in Untersuchungshaft. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte dies gegenüber der Zeitung. Der erneute Verstoß gegen Aufenthaltsrecht sei kein Einzelfall bei Rückkehrern mit krimineller Vergangenheit.
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Raubzug am Potsdamer Platz: Maskierte Viererbande erbeutet knapp 250.000 Euro
Der Pokerräuber war Teil jener maskierten Viererbande, die im März 2010 das damals größte Pokerturnier Deutschlands überfiel. Bewaffnet mit Machete und Pistolen drangen die Männer mitten am Tag in den Vorraum der Spielbank am Potsdamer Platz ein, räumten innerhalb von Minuten den Tresor und flüchteten mit knapp 250.000 Euro Beute. Der Raub sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
Der festgenommene Täter, damals 20 Jahre alt, war bereits zuvor wegen mehrerer Raubüberfälle polizeibekannt. Nach dem Coup floh er in die Türkei, stellte sich jedoch auf Druck seiner Familie der Justiz. 2010 wurde er nach Jugendstrafrecht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
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Beute bleibt verschwunden
Zwar gestand er im Prozess und belastete sogar einen mutmaßlichen Hintermann – den Onkel eines Mitangeklagten – doch über den Verbleib des Geldes schwieg er. Ermittler gehen davon aus, dass die vier Täter jeweils rund 40.000 Euro aus der Beute erhielten. Lediglich 4000 Euro legte der heute 35-Jährige bei seiner Festnahme vor. Der Rest bleibt verschwunden. Nach Verbüßung seiner Strafe wurde der Intensivtäter 2021 abgeschoben.






