Kochen in der Berliner S-Bahn, im U-Bahnhof oder im Auto eines Paketboten: Das glauben Sie nicht, dass das geht? Ein junger Mann beweist das Gegenteil. Er nennt sich „Ghostchef“ und postet seit Anfang Mai verrückte Kochvideos auf seinem Instagram-Kanal ghostchef.kitchen. Innerhalb kurzer Zeit hat er schon mehr als 50.000 Follower gewonnen. Und die sind begeistert von seinen Clips. „Endlich Board-Restaurant in der S-Bahn wie geil“, schreibt zum Beispiel eine Userin. Oder ein anderer: „Geile Aktion“.
Mit seiner Kochausrüstung im Gepäck zaubert er in einem S-Bahn-Zug auf der Linie S7 ein Omelette. Er serviert es mit Avocado und Toast. Das Gericht serviert er dann einem Fahrgast. Einem Paketboten brät er während der Fahrt im Post-Auto ein Schnitzel. Im U-Bahnhof Voltastraße brutzelt er auf einem Automaten sitzend einen Burger und in einem Park macht er Döner.
Influencer Ghostchef: Mit dem Kochen will er verbinden
Doch was steckt hinter diesen ungewöhnlichen Kochaktionen? Seine Motivation erklärt „Ghostchef“, der sein Gesicht mit einem Tuch verdeckt, in einem weiteren Video. „Damals war ich lieber bomben (Anm. d. Red. Graffiti sprühen) statt Hausaufgaben zu machen. Mit meiner Kochausbildung wollte ich meinen Traum leben, aber die Realität sah anders aus. Ich habe in Küchen gearbeitet, wo meine Würde mit Rinderfilet im Müll gelandet ist.“
Mit seinem Können wollte er Besseres bewirken. „Ich will keine Michelin Sterne. Ich will kochen, um zu verbinden. Ich bring die Küche dahin, wo sie hingehört – zu den Menschen auf die Straße, wo Geschichten entstehen und Gemeinschaften wachsen.“
Und weitere witzige Kochvideos an ungewöhnlichen Orten sind garantiert. Zum Schluss sagt er: „Wir kochen an Orten, an denen garantiert noch keiner gekocht hat. Mein Content, das ist kein Format. Das ist mein Weg. Du entscheidest mit, wo es hingeht.“
JP


