Die Polizei hat am Mittwoch in Berlin im Zusammenhang mit der Suche nach den beiden Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg mehrere Gebäude durchsucht. Unter anderem wurden die Räume einer mutmaßlichen Mittäterin durchkämmt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen mit. Sie ermitteln gegen die 38-Jährige wegen Beihilfe zum schweren Raub.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Einsatzkräfte durchsuchten nach eigenen Angaben vormittags Gebäude in Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg, Reinickendorf und Westend. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Mobiltelefone, Laptops und weitere Datenträger, die jetzt ausgewertet werden. Von den beiden Ex-RAF-Terroristen fehlt weiter jede Spur.
Gegen Staub und Garweg bestehen Haftbefehle wegen des Verdachts der Beteiligung an Terroranschlägen. Sie werden auch wegen mehrerer Raubüberfälle und wegen versuchten Mordes gesucht. Zwischen 1999 und 2016 sollen sie Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben. Die Polizei nahm ihre mutmaßliche Komplizin Daniela Klette am 26. Februar 2024 in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg fest. Sie steht inzwischen wegen der Raubüberfälle vor Gericht.
Zumindest zu ihrem Komplizen Garweg hatte Klette in den vergangenen Jahren noch regelmäßig Kontakt, er lebte unter falschem Namen in einer Bauwagenkolonie in Friedrichshain. Kurz vor ihrer Festnahme soll sie Garweg per Handy gewarnt haben. Während Garweg sich zuletzt zwei Mal per Brief aus dem Untergrund meldete, gibt es von Ernst-Volker Staub seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr.
mit dpa




