Kai Wegner wollte sich einfach nicht festlegen. Der DFB-Pokal hielt am Montag, zwölf Tage vor dem großen Finale im Berliner Olympiastadion am 24. Mai, Einzug ins Rote Rathaus. Bei der Gelegenheit wurde der Regierende Bürgermeister natürlich gefragt, welchem der beiden Finalisten er denn eher die Daumen drücken würde: Bundesligist VfB Stuttgart oder Drittligist Arminia Bielefeld?

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„Mit dem Underdog fiebert man natürlich immer ein bisschen mit“, sagte Wegner also und meinte damit die Außenseiter aus Bielefeld, „aber der VfB Stuttgart hat Maxi Mittelstädt, der ja mal bei Hertha gespielt hat.“ Dass Politiker sich in solchen Fragen nicht festlegen, ist nun keine außergewöhnliche Neuigkeit – Wegners Antwort lässt aber erahnen, welche außergewöhnlichen Rahmenbedingungen in diesem Jahr für das Pokalfinale von Berlin gelten.
DFB-Pokalfinale: Für beide Finalisten ist die Reise nach Berlin etwas Besonderes
Arminia Bielefeld ist ein stolzer Traditionsverein, der Anfang Mai seinen 120. Geburtstag gefeiert hat – aber in dieser langen Historie noch nie im Pokalfinale gewesen ist. Entsprechend groß ist die Vorfreude in Ostwestfalen. „Es ist für mich immer noch ein bisschen surreal, hier zu sein“, sagte Arminia-Kapitän Mael Corboz am Montag bei dem „Cup Handover“ im Roten Rathaus.
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Doch auch am VfB Stuttgart lassen sich rund ums Pokalfinalwochenende gleich mehrere vortreffliche Geschichten erzählen. Die von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth etwa, der gebürtiger Berliner ist und im Laufe seiner Karriere als aktiver Spieler gleich für mehrere Vereine der Hauptstadt gespielt hat, unter anderem Union Berlin und dem BFC Dynamo. „Wir wollen Berlin an dem Wochenende in rot-weiß tauchen“, sagte Wohlgemuth.
Ex-Herthaner Maximilian Mittelstädt kehrt ins Olympiastadion zurück
Die andere Stuttgarter Querverbindung zum Final-Spielort ist eben Spieler Mittelstädt, der ebenfalls in Berlin geboren wurde, in der Jugend von Hertha BSC ausgebildet wurde und acht Jahre (2015-2023) für die Profis gespielt hat. „Ich habe als kleiner Junge immer davon geträumt, dieses Finale hier zu spielen. Ich saß früher als Fan im Olympiastadion, jetzt wird es das erste Spiel hier nach meinem Wechsel“, erklärte der Linksverteidiger im Roten Rathaus.
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Beide Klubs waren am Montag mit kleinen Delegationen angereist, zu denen auch die sogenannten „Pokal-Botschafter“ der Vereine gheörten. Auf Bielefelder Seite war das Klub-Legende Fabian Klos, auf Stuttgarter Seite der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw, der 1997 als Coach mit dem VfB den DFB-Pokal im Olympiastadion gewann.
DFB-Pokal jetzt im Roten Rathaus ausgestellt
Die Akteure beider Seiten machten am Montag noch einige gemeinsame Fotos mit dem Objekt der Begierde, das von nun an bis zum 22. Mai täglich von 9 bis 18 Uhr im Roten Rathaus präsentiert wird. Auch am Morgen des 23. Mai, dem Vortag des Endspiels, ist der DFB-Pokal von 9 bis 11 Uhr noch einmal für zwei Stunden ausgestellt, ehe er am Tag danach dann im Olympiastadion an den Finalsieger überreicht werden wird.
„Das sind ganz besondere Tage in Berlin, die heute beginnen“, sagte Wegner am Montag zum Rahmenprogramm des Pokalfinals. Am Wochenende des Finales wird das Spiel in der ganzen Stadt sichtbar sein: Der VfB Stuttgart empfängt seine mitgereisten Anhänger für das offizielle Fanfest am Breitscheidplatz, Arminia Bielefeld feiert mit seinen Fans auf dem Alexanderplatz.







