Ein grausiger Leichenfund beschäftigt die Berliner Polizei und die Gerichtsmedizin am Muttertag. Am Nachmittag dann die Gewissheit: der neugeborene Säugling wurde das Opfer eines Gewaltverbrechens. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus. Ein Polizeibeamter hatte am frühen Sonntagmorgen auf dem Weg zum Dienst die Leiche eines Säuglings in Berlin-Neukölln gefunden. Gegen 5 Uhr früh entdeckte der Mann auf dem Gehweg des Kölner Damms am Berliner Mauerweg nahe eines Reiterhofs in der Gropiusstadt ein auffälliges Bündel. Er alarmierte seine Kollegen.

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Der tote Säugling wurde noch am Sonntagvormittag in die Gerichtsmedizin gebracht. Die Staatsanwaltschaft ging zu diesem Zeitpunkt noch von einem Leichenfund aus, denn es war unklar, ob der Säugling möglicherweise tot geboren wurde oder nicht lebensfähig zur Welt gekommen war. Die Ergebnisse der Obduktion lagen am Sonntagnachmittag vor. Sie ergaben, dass ein Fremdverschulden vorliegt. „Wir gehen jetzt von einem Tötungsdelikt aus“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Büchner, der Berliner Morgenpost.
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Babyleiche in Neukölln gefunden: Traumatischer Sonntagvormittag für Polizisten
An der abgesperrten Fundstelle selbst nahmen die Kriminalpolizei und Kriminaltechniker die Arbeit auf. Sie suchten die Umgebung weitläufig nach Spuren ab, auch eine Drohne kam zum Einsatz. Mit Befragungen wollen die Ermittler zudem herausfinden, ob eine schwangere Frau in der Umgebung bekannt ist. Zum Einsatz kamen auch so genannte Personenspürhunde, wie Büchner sagte. Allerdings ohne eine konkrete Spur gefunden zu haben. Die Ermittlungen zur Todesursache und zur Herkunft des Babys hat die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes übernommen
„Dieser Einsatz hinterlässt Spuren, weil es kaum etwas Grausameres gibt. Die Ermittlungen werden zeigen, was zum Tod des Säuglings geführt hat, aber auch ohne diese Gewissheit ist das eine sehr schockierende Meldung“, sagte der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh. „Wir hoffen, dass der Kollege und auch die anderen mit dem Fall betrauten Kräfte diesen ohne Frage traumatischen Sonntagvormittag mit extremer psychischer Belastung bestmöglich verarbeiten können.“





