Der Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben ist endgültig beigelegt. Die Verdi-Tarifkommission stimmte dem neuen Tarifvertrag für rund 16.000 Beschäftigte auf Grundlage einer Mitgliederbefragung zu, wie die Gewerkschaft mitteilte. 65 Prozent der Verdi-Mitglieder hätten sich dafür ausgesprochen, das Angebot der BVG anzunehmen, hieß es. Nach rund dreieinhalb Monaten ist der Tarifkonflikt damit endgültig beigelegt.

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Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sprach von einem „ehrlichen Ergebnis“ der Abstimmung. Es habe intensive Diskussionen in der Belegschaft über das Angebot gegeben, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Am Ende sei es um die Abwägung gegangen, ob über einen unbefristeten Streik signifikant mehr hätte erreicht werden können. 

Verdi-Verhandlungsführer: Ungünstige Rahmenbedingungen

Arndt betonte, dass die Rahmenbedingungen der Tarifverhandlungen ungünstig gewesen seien. Der Nachholbedarf beim Entgelt sei wegen der Inflation groß gewesen. Hinzu gekommen seien die leeren Kassen des Landes.

BVG-Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe sagte: „Ich bin froh, dass wir nach hartem Ringen einen für alle Seiten guten und nachhaltigen Kompromiss erzielt und die Tarifrunde letztlich zu einem Abschluss gebracht haben.“ Der Abschluss sei für das Unternehmen ein finanzieller Kraftakt.

Während der Verhandlungen hatte Verdi fünfmal zum Warnstreik aufgerufen. Busse, Trams und U-Bahnen in der Bundeshauptstadt standen an insgesamt acht Tagen weitgehend still. Nach einer erfolgreichen Urabstimmung hätte die Gewerkschaft zuletzt sogar zu unbefristeten Streiks aufrufen können. 

dpa/BM