Die Linderung der Wohnungsnot in Berlin ist eine der Hauptaufgaben, die sich der schwarz-rote Berliner Senat vorgenommen hat. Doch auch nach knapp zwei Jahren Regierungszeit ist es nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Und auch für die Zukunft gibt es keinen Anlass für Optimismus, wie die Zahlen zeigen, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch veröffentlicht hat.
Demnach wurden im gesamten Jahr 2024 lediglich der Bau von 9772 Wohnungen neu genehmigt. Das sind 38,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (2023: 15.902). 8558 der Wohnungen beziehungsweise 87,6 Prozent werden in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen, die übrigen durch Um- oder Ausbauten wie beispielsweise durch Dachgeschossausbauten.
Zahl der bezugsfertigen Wohnungen auf Talfahrt
Da die heute genehmigten Wohnungen die gebauten Unterkünfte von morgen sind, wird sich an der angespannten Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt so schnell nichts ändern. Wie aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht der landeseigenen Investitionsbank IBB hervorgeht, wurden 2023 genau 15.965 Wohnungen fertiggestellt – 7,8 Weniger als noch im Vorjahr 2022. Die Fertigstellungszahlen für das Jahr 2024 werden nach Auskunft des Statistikamtes erst im Juni dieses Jahres vorliegen.
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Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) gab im März die Prognose, wonach erneut mit einer sinkenden Zahl von bezugsfertigen Wohnungen zu rechnen sei: lediglich rund 15.000 und damit noch einmal rund 1000, beziehungsweise gut sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Laut Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 sind bis 2040 insgesamt 222.000 neue Wohnungen erforderlich. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet sich dies schwieriger denn je.


