Mit den Osterferien setzt am Flughafen BER die erste große Reisewelle des Jahres ein. Zum Ferienstart am Freitag (11. April) erwartet die Flughafengesellschaft rund 82.000 Fluggäste, bis zum Ende der Ferien am 27. April sollen es insgesamt knapp 1,3 Millionen sein. Ein Ansturm, auf den man sich gut vorbereitet sieht am Flughafen. Auch wegen technischer Neuerungen.

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So werden an den Sicherheitskontrollen im Terminal 1 nun auf acht weiteren umgerüsteten Spuren neue Handgepäckscanner zum Einsatz kommen. „Das ist ein wichtiger Schritt“, betonte Flughafenchefin Aletta von Massenbach am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Geräte. „Allein die Umrüstung im südlichen Bereich des Terminal 1 bedeutet, dass voraussichtlich 50 Prozent mehr Reisende pro Stunde die Kontrollen durchlaufen können“, sagte sie.

Passagiere müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte an den neuen Kontrollspuren nicht mehr auspacken, denn das Sicherheitspersonal erhält mit den neuen CT-Scannern ein 3D-Bild vom Handgepäck. Das spart Zeit. Effizienter sind die neuen Kontrollspuren aber auch deshalb, weil gut vorbereitete Fluggäste an der Kontrolle überholen können, wenn es bei der Person vor ihnen länger dauert.

Wer BER Runway nutzt, muss weiter Flüssigkeiten auspacken

Mit den neuen Spuren im Terminal 1 sind nun insgesamt 16 neue Scanner am BER im Einsatz. Schon im vergangenen Jahr ließ die Flughafengesellschaft das Terminal 2 umrüsten. Den Erfolg dieser Umrüstung war messbar. Laut Flughafengesellschaft mussten dort 90 Prozent der Reisenden im vergangenen Jahr weniger als zehn Minuten an der Kontrolle warten.

Flughafen BER Reiseverkehr vor Ostern
Flughafenchefin Aletta von Massenbach an einer neuen Kontrollspur im Terminal 1 des Flughafens BER.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Nach den Osterferien soll es weitergehen im nördlichen Bereich des Terminal 1. Dort will der Airportbetreiber acht weitere Spuren erneuern, bis zum Herbst soll die Umrüstung geschafft sein. Dann bleibt nur noch die zentrale Haupthalle im Terminal 1. Auch dort wollen die BER-Verantwortlichen neue Kontrollspuren einrichten, obwohl der Platz dort begrenzt ist. Auch die nun umgerüsteten Spuren im Süden des Terminal 1 sind kürzer als an anderen Flughäfen, weil das Gebäude nicht mehr zulässt. Darüber hinaus ist eine Anpassung der Haus- und Klimatechnik nötig, berichtete von Massenbach. „Die neuen Geräte haben einen anderen Wärmeeintrag“, erläuterte die Flughafenchefin.

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In der Haupthalle des Terminal 1 befinden sich auch die Sicherheitskontrollen, für die Fluggäste ein Zeitfenster über das System BER Runway buchen können. Wer also ein Zeitfenster bucht, muss vorerst weiter Flüssigkeiten und Elektronik auspacken.

BER-Dienstleister Securitas hat weiterhin Personalbedarf

Die Investitionskosten für die Umrüstung sind enorm. Rund eine Million Euro zahlt der Flughafen für eine neue Spur. Trotzdem dürfte sich die Investition rechnen, denn durch die schnellere Kontrolle ist weniger Personal nötig. So konnte der Flughafen zu Beginn dieses Jahres die Luftsicherheitsgebühr senken. Statt 9,87 Euro pro Passagier zahlen Fluggesellschaften nun nur noch 9,37 Euro.

Flughafen BER Reiseverkehr vor Ostern
Wartende Passagiere vor den neuen CT-Scannern am Flughafen BER. © FUNKE Foto Services | Reto Klar

Entlassungen soll es trotz des sinkenden Stellenbedarfs an den Sicherheitskontrollen nicht geben. „Wir stellen weiterhin Personal ein“, betont Tobias Soppart, Deutschlandchef der Luftverkehrssparte beim Dienstleister Securitas. Sein Unternehmen stellt das Personal an den Sicherheitskontrollen. Mit 1800 Beschäftigten zählt Securitas zu den größten Arbeitgebern am BER. Rund 600 Beschäftigte seien bereits geschult, um an den neuen Kontrollspuren arbeiten zu können, berichtet er. In diesem Jahr seien weiterer Schulungen geplant.

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Zufrieden zeigte sich Soppart am Mittwoch, dass die Streikgefahr für die Osterferien gebannt ist. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die Tarifpartner am Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag. Beschäftigte der Luftsicherheit erhalten bald 1,70 Euro mehr pro Stunde. Wer länger dabei ist, könne nun mehr als 25 Euro pro Stunde verdienen, betonte Soppart.

Gepäckabfertigung am BER wird zuverlässiger

Schneller ging es zuletzt auch an der Gepäckausgabe des BER. Die Flughafengesellschaft setzt hier seit einigen Monaten auf eine Taskforce zur Unterstützung der Dienstleister sowie auf digitale Abfertigungshilfen. Im Februar warteten laut von Massenbach 98 Prozent der Passagiere am BER nicht länger als eine halbe Stunde auf ihr Gepäck. Im Oktober hatte dieser Wert den Angaben nach noch bei 94 Prozent gelegen.

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Außerdem arbeitet man am BER daran, dass mehr Airlines die Check-in-Automaten nutzen. Für Fluggäste von Turkish Airlines, Qatar Airways und British Airways soll das schon bald möglich sein, berichtete Roland Böhm, Betriebsplaner am Flughafen. Mehr als die Hälfte der Reisenden am BER checken bereits online ein, berichtete er.