Wildschweine greifen eigentlich nur an, wenn sie sich bedrängt fühlen und ihren Nachwuchs beschützen wollen. Eine solche Attacke soll sich aber in der Nacht zu Dienstag in Friedrichshagen (Treptow-Köpenick) zugetragen haben. So geben es zumindest die Betroffenen selbst an – doch inzwischen hat die Polizei Zweifel.

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Was war passiert? Polizei und Feuerwehr wurden Dienstag gegen 1.45 Uhr zum Müggelpark gerufen, wo ein Tier auf eine Gruppe Obdachlose losgegangen sein soll. Zwei Personen wurden laut einer Polizeisprecherin verletzt. Was tatsächlich dahinter steckt, ist etwas unklar.
„Wir wurden zunächst wegen eines Kreislaufstillstands alarmiert“, sagte Vinzenz Kasch, Sprecher der Berliner Feuerwehr, der Morgenpost. Da dabei zunächst eine Messerstichverletzung angenommen wurde, habe man die Polizei hinzugezogen. „Es hat sich jedoch schnell herausgestellt, dass es keine Polizeilage war“, so Kasch weiter. Heißt: Es war doch kein Messer im Spiel.
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Angebliche Wildschwein-Attacke in Friedrichshagen: Darum zweifelt die Polizei nun
Stattdessen hätten die Obdachlosen, die laut der Polizeisprecherin vor Ort bekannt seien, angegeben, dass sie von einem Wildschwein attackiert worden seien. Den tierischen Aggressor gesehen haben allerdings weder Polizei- noch Feuerwehrkräfte. „Es wurde nur berichtet“, so die Sprecherin weiter. Die aus Polen stammenden Betroffenen seien des Deutschen nicht mächtig gewesen, ein Polizeibeamter allerdings des Polnischen.
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Laut Polizei wurden zwei Personen verletzt vorgefunden. Beide seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Mann sei dort nur ambulant behandelt und anschließend wieder entlassen worden, eine Frau sei schwer verletzt in der Klinik verblieben und dort notoperiert worden. Zu Alter und Identität der Obdachlosen ist aktuell nichts bekannt. Lebensgefahr soll laut Polizei nicht mehr bestehen Die Feuerwehr war mit 18 Kräften im Einsatz, die Polizei mit drei Funk- und einem Zivilfahrzeug.
Doch nun gibt es laut Polizei Zweifel an den Aussagen des Obdachlosen: „Aus dem Krankenhaus, in dem die verletzte Frau behandelt wird, gab es Hinweise, dass die Verletzungen nicht zu einer Wildschweinattacke passen“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch der Berliner Morgenpost. „Wir wurden dann nach entsprechenden Hinweisen noch einmal in das Krankenhaus alarmiert.“ Laut der Sprecherin ermittelt die Polizei nun doch wegen einer Gewalttat im Obdachlosen-Milieu.





