Berlin räumt in diesem Jahr beim Deutschen Lehrkräftepreis ab: In der Kategorie Vorbildliche Schulleitung gewann Andrea Franke, Leiterin der Willy-Brandt Schule in Wedding. Andrea Franke von der Willy-Brandt-Schule in Mitte gewinnt den 1. Platz in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“, der dritte Platz in dieser Kategorie geht nach Marzahn-Hellersdorf, an Nicole Verdenhalven, Leiterin der Rahel-Hirsch-Schule, Oberstufenzentrum Gesundheit/Medizin. Als „Ausgezeichnete Lehrkraft“ wird Jotam Felmy von der Gustav-Heinemann-Oberschule in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) geehrt. Insgesamt wurden beim Deutschen Lehrkräftepreis, der vom Deutschen Philologenverband und der Heraeus Bildungsstiftung verliehen wird, zehn Lehrkräfte, fünf Teams und drei Schulleitungen aus insgesamt sieben Bundesländern und einer Deutschen Auslandsschule in der Wettbewerbsrunde 2024 ausgezeichnet.

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„Ich mache meinen Job einfach sehr gerne“, sagte Andrea Franke, Leiterin der Willy-Brandt Schule, einer Integrierten Sekundarschule ohne gymnasiale Oberstufe im sozialen Brennpunkt Gesundbrunnen. Ihr Kollegium schätzt an Franke die Förderung einer Schulkultur, die durch Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, persönliche Ansprache und klare Zielsetzungen geprägt ist. Sie nutze gezielt die Stärken ihres Kollegiums und binde alle Beteiligten aktiv in Entscheidungsprozesse ein. Sie bringe innovative Impulse in die Schulentwicklung ein, aktuell durch ein Pilotprojekt zur beruflichen Orientierung im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin, der Senatsverwaltung und Teach First Deutschland.

Deutlich weniger Schulabgänger ohne Abschluss

Unter ihrer Leitung habe sich die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss seit 2015 deutlich reduziert. Trotz sozialer Herausforderungen erzielten die Schülerinnen und Schüler inzwischen durchschnittliche Ergebnisse im Berliner Vergleich. Ein weiterer Fokus liege auf der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Bedarf, so habe sie vielfältige Lernangebote wie Teilungsunterricht, altersgemischte Gruppen und temporäre Förderklassen etabliert.

Deutscher Lehrkräftepreis - Vorbildliche Schulleitung
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (l.) gratulierte Nicole Verdenhalven, Leiterin der Rahel-Hirsch-Schule zum 3. Preis in der Kaegorie Vorbildliche Schulleitung.© IMAGO/Mike Schmidt | IMAGO/Mike Schmidt

Jotam Felmy, Lehrer für Philosophie, Deutsch umd Ethik an der Gustav-Heinemann-Oberschule in Tempelhof-Schöneberg, gehört zu den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“. Seinen Schülerinnen und Schülern zufolge gestaltet Felmy seinen Unterricht kreativ, bietet Entwicklungsmöglichkeiten und schafft es, zu begeistern. „Lehrkräfte wie Herr Felmy zeigen eindrucksvoll, wie sehr engagierte Pädagogik das Leben junger Menschen prägen kann. Seine Fähigkeit, kritisches Denken zu fördern und Schülerinnen und Schüler auch über den Unterricht hinaus zu begleiten, ist ein leuchtendes Beispiel für das, was gute Bildung ausmacht“, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).