Angesichts des Verkehrschaos am Dreieck Funkturm hat Innensenatorin Iris Spranger (SPD) angemahnt, bei der Lösung des Problems alle Baustellen im Umkreis in den Blick zu nehmen. „Es muss sichergestellt werden, dass Sicherheitskräfte von Polizei und Feuerwehr bei Einsätzen nicht behindert werden“, so Spranger. Hier seien auch die Bezirke in der Pflicht, über gerade erst installierte Poller nachzudenken. Konkret nannte Spranger auch eine Öffnung der Kantstraße als Möglichkeit, die derzeit nur einspurig befahrbar ist.

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Polizeipräsidentin Barbara Slowik gab an, dass die Polizei der Senatsverkehrsverwaltung eigene Vorschläge für ein Verkehrskonzept unterbreite. Der Polizei sei es wichtig, sowohl die Sicherheit als auch den Verkehrsfluss in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten. Im Raum steht dabei auch eine Öffnungen des geschlossenen Schlangenbader Tunnels.

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Gewerkschaft: A100-Sperrung hat massive Auswirkungen

Auch die Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP mahnt ein schnelles Vorgehen an. „Natürlich hat die Sperrung der Ringbahnbrücke auf der A100 massive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in dieser Stadt und stellt alle Berlinerinnen und Berliner heute, morgen und auf bisher nicht absehbare Zeit vor große Herausforderungen“, sagt GdP-Landeschef Stephan Weh. „Dass das selbstverständlich auch die Eintreffzeiten von Polizei und Feuerwehr in großen Teilen der Stadt massiv nach oben treibt, muss jedem klar sein, zumal ja auch parallel an anderen wichtigen Verkehrsadern gebaut wird.“

Da, wo niemand mehr durchkomme, könne auch kein Funkwagen oder RTW einfach durchfahren. „Da sollte man dann schon mal die Frage nach einer abgestimmten Verkehrsstrategie in dieser Stadt aufwerfen“, kritisiert Weh. „Wir erleben hier seit Jahren, dass das Land Berlin und auch die einzelnen Bezirke gerade beim Thema Verkehr mehr ideologisch geprägt als realpolitisch agieren.“

Feuerwehr befürchtet Einfluss auf das Einsatzgeschehen

Die Berliner Feuerwehr gibt sich auf Nachfrage noch bedeckt. „Die Berliner Feuerwehr geht nicht davon aus, dass es im Zuge der Sperrung unerreichbare Gebiete geben wird“, versichert Sprecher Kevin Bartke. „Dennoch wird es durch steigende Verkehrsdichten in den umliegenden Bereichen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verzögerungen kommen.“

Selbstverständlich sei die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in einem hohen und unmittelbarem Maße von der Funktionalität der Infrastruktur abhängig. „Der Wegfall eines derartig hochfrequentierten Infrastrukturbauwerks wird zweifelsfrei eine erhebliche und gegebenenfalls weitreichende Wechselwirkung auf die Wegbarkeit und den Verkehr der Region haben“, so Bartke.

Es könne daher auch ohne genaue Planungsgrundlagen prognostiziert werden, dass der Vorfall Einfluss etwa auf das Einsatzgeschehen der Berliner Feuerwehr haben werde. Denn: Erhöhte Verkehrsdichten erzeugten längere Hilfsfristen. Auch der innere Dienstbetrieb wird voraussichtlich unter der Verkehrssituation leiden. Am Nikolaus-Groß-Weg im betroffenen Gebiet befindet sich ein zentraler Logistik- und Werkstattstandort der Feuerwehr.