Dass Polizist ein spannender Beruf ist, dürfte jedem klar sein. Vor allem in Berlin gibt es immer etwas zu tun. Das ist häufig die „stinknormale“ Polizeiarbeit: Einbrüche, Unfälle, Körperverletzungen. Doch dazwischen reihen sich auch immer wieder kuriose Einsätze, die schmunzeln lassen oder auch erschrecken.

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Am Freitagabend twitterte die Polizei Berlin auf X wieder ihren bunten Blumenstrauß der täglichen Polizeiarbeit in der deutschen Hauptstadt. Unter dem Hashtag „Feierabendfunk“ gab es von 17 bis 0 Uhr viel zu lesen. Vor allem Ladendiebe kommen vor, aber auch viel Ruhestörung durch laute Musik und körperliche Auseinandersetzungen, gerade auch zwischen Verwandten.
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Einen großen Teil der Einsätze beansprucht natürlich das Verkehrsgeschehen. Dass es auf Berlins Straßen rauer zugeht als früher, ist kein Geheimnis. Und ab und zu wird dann auch das Recht in die eigene Hand genommen, wie in diesem Fall in Friedrichshain, wo jemand das Halteverbotsschild einfach absägte, vielleicht, damit er mit dem Elterntaxi ungestört vor der Kita halten konnte:
#ServicePost: Das Haltverbotsschild anzusägen, so dass es umfällt, macht das Haltverbot nicht hinfällig. So geschehen vor einer Kita in #Friedrichshain #FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Was auch immer häufiger auffällt: fehlende Einsicht. Autofahrer begehen Rechtsverstöße, das scheint ihnen aber egal zu sein. Jeder beharrt darauf, dass er im Recht ist, auch wenn er es nicht ist. So geschehen in Tempelhof:
In #Tempelhof fuhr ein Mann mit seinem Auto entgegen einer Einbahnstraße. Jetzt ist die Straße verstopft. Er ist uneinsichtig und will keinen Platz machen. Alle stecken fest.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Natürlich spielt häufig auch Alkohol eine Rolle. Ab 0,5 Promille ist Schluss mit lustig im Straßenverkehr. Und nicht erst ab 2,55 Promille. Gut, dass die Polizei Berlin dann auch Service kann:
Auf der Abfahrt #Stubenrauchstraße steht ein ungesichertes Auto. Unsere Kolleg. sind hingefahren. Der ist liegen geblieben und wollte nicht mehr aussteigen. Grund: 2,55 Promille.
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Unsere serviceorientierten Kolleg.:
- fuhren sein Fahrzeug weg.
- parkten es ordnungsgemäß.
-…
Im vorherigen Fall ist zum Glück nichts passiert. Aber wenn es zum Unfall kommt, dann haben Autofahrer auch immer häufiger keine Lust, sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Sie begehen Fahrerflucht oder, wie es im Amtsdeutsch heißt: Unfallflucht. Dumm nur, wenn das nicht mehr klappt, wie in diesem Fall in Halensee:
Stellen Sie sich vor, Sie wollen von einem Unfallort flüchten, doch werden dann unbeabsichtigt zur Verkehrsbehinderung, weil Ihr Motor versagt. So ging es einer Autofahrerin in #Halensee.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Nicht nur im Autoverkehr ist in Berlin immer was los, auch im Öffentlichen Personennahverkehr, kurz ÖPNV, vulgo: Bus und Bahn geht häufiger die Post ab. Schlägereien auf U-Bahnhöfen sind keine Seltenheit. Und manchmal kann es auch im Bus um die Wurst gehen – oder in diesem Fall um den Kuchen:
Da es keine Kuchenplatzreservierung im Bus gibt, eskaliert ein Streit in #Neukölln. Die Mutter der Anruferin will sich auf den Platz mit dem Kuchen setzen und die Kucheninhaberin schlägt sie. Jetzt warten sie auf unsere Kolleg.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Hinzu kommen immer wieder körperliche Auseinandersetzungen. Schlägereien hier, Kloppereien da, häufig gehen Kinder auf die Eltern los, Eltern auf die Kinder, Bruder und Schwester sind sich nicht grün. Oder es sind Wildfremde, die sich da schlagen. Immer muss die Polizei klären, schlichten oder auch festnehmen. Ein Beispiel aus Reinickendorf:
In einem Fastfood-Restaurant in #Reinickendorf streiten sich zwei Männer. Einer will, dass der andere rausgeht. Der will aber nicht rausgehen. Der, der will, dass der andere rausgeht, schlägt jetzt gegen die Tür.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Dabei ist gerade das Klären der Lage offenbar nicht immer ganz einfach. Wie aus einem Ladendiebstahl eine Schlägerei werden konnte, musste die Polizei in Lichtenberg herausfinden:
Lage noch etwas unklar: Eine Ladendiebin in #Lichtenberg wurde wohl erwischt. Sicher ist: Jetzt kloppen sich irgendwie 3-5 Personen. Wir klären das.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Und dann ist da natürlich noch die Partyhauptstadt Berlin. Vor allem in Friedrichshain und Kreuzberg wird viel gefeiert, sodass zahlreiche Mitteilungen der Polizei sich um ruhestörenden Lärm drehen. Und manchmal übertreiben es die Feiernden wirklich. Die Eltern dürften eine mittlere Freude erlebt haben.
Party-Eskalation in #Kreuzberg. Ein Feuerlöscher wurde ausgeleert, eine Jugendliche ist bewusstlos, eine andere blutet stark. Die Eltern werden nach Hause gebeten. Feuerwehr ist im Einsatz.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Apropos Jugendliche: Dass die nicht immer auf gute Ideen kommen, zeigt ein Fall aus Nikolassee. Sie haben es bestimmt als spaßig empfunden, bis dann die Polizei anrückte.
10 Jugendliche zerbrechen Glasflaschen auf der Fahrbahn in #Nikolassee, sodass Autos darüber fahren. Nun leuchten sie mit Taschenlampen in Wohnungen und Häuser.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Noch mal Selbstjustiz. Wenn es einem nicht passt, dass die Ordnungshüter das eigene Geschäft kontrollieren, dann macht man was? Genau, man wirft die unliebsamen Menschen einfach raus. So hielt es eine offenbar rabiate Lokalbetreiberin in Tempelhof:
Das Ordnungsamt wird bei einer Lokalkontrolle in #Tempelhof von der Inhaberin rausgeworfen. Mit Unterstützung unserer Kolleg. wird die Kontrolle fortgesetzt.#FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Und dann gibt es die nicht enden wollende Liste von Notrufen, die gar keine sind. Immer wieder erstaunt es den unbedarften Zuschauer, warum manche Menschen die Polizei über die 110 rufen.
Auf einem Privatparkplatz parkt ein Parkender. Weil er dabei mehrere Plätze dafür nutzt, meldet sich ein Anrufer bei uns. Ärgerlich, aber #NoNotruf #FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Die Polizei, Dein Freund und Helfer? Ja sicher, immerhin twitterte die Polizei auch einige Fälle, in denen sie Hunde, Katzen und auch Füchse rettete. Und wie oben gesehen, ist sie auch hilfreich und parkt mal das Auto um, wenn der Fahrer das wegen seiner Promille nicht kann. Aber für alles ist auch die Polizei Berlin nicht zuständig, wie verlorene Schlüssel in Adlershof:
Einer Frau ist in #Adlershof ihr Schlüssel in den Gully gefallen. Ärgerlich - aber #NoNotruf.
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
In diesem Fall hilft die BSR weiter.#FeierabendFunk
Auskunft erteilt die Polizei natürlich gerne, aber muss man deshalb die 110 wählen? Sicher nicht, auch nicht, wenn es um etwas so Ernstes wie einen abgelaufenen TÜV geht. Lesen Sie selbst:
Ein Anrufer ist sich nicht sicher, ob er beim Notruf richtig ist. Vorweg: Nein.
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
Sein TÜV war abgelaufen, und er wurde aufgefordert, innerhalb von 10 Tagen einen frischen TÜV zu besorgen. Beim TÜV wurden nun Mängel festgestellt, die er in 4 Wochen beheben soll. Welche Frist gilt…
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Und zum Schluss noch eine haarsträubende Meldung, die zumindest den Verdacht nahelegt, dass auch hier Alkohol oder etwas Härteres im Spiel war.
Am Notruf meldet sich ein Mann, der erklärt, er habe soeben im Bad seine Haare abrasiert, und nun finde er seine Brille nicht mehr.#NoNotruf #FeierabendFunk
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) 14. März 2025
BM/alu





