Warum wurde am Montagabend im Westen der Hauptstadt auf zwei Filialen der deutsch-türkischen Supermarktkette Eurogida geschossen? Diese Frage wird die Ermittlerinnen und Ermittler der Berliner Polizei wohl doch etwas länger umtreiben. Zwar wurde kurz nach den Taten ein 23-Jähriger in Spandau gefasst, aber: „Der Festgenommene hat sich als Tatunbeteiligter herausgestellt und wurde also wieder freigelassen“, heißt es von der Berliner Staatsanwaltschaft auf Morgenpost-Anfrage. Die Suche geht also weiter.

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Der unbekannte Täter hatte zunächst an der Breiten Straße in der Altstadt Spandau zugeschlagen. Nach Angaben der Polizei und von Mitarbeitern tauchte er um kurz nach 20 Uhr vor dem Eingang auf und schoss mehrfach. Er soll zuvor nichts gesagt haben und maskiert gewesen sein, heißt es aus dem Supermarkt. Umliegende Gewerbetreibende sowie Kunden zeigten sich danach verunsichert.

Schüsse auf Eurogida-Filiale nach Spandau auch in Wilmersdorf

Am Tag nach der Tat herrschte im Supermarkt weitgehend wieder Normalbetrieb. Offene Fragen aber bleiben.
Am Tag nach der Tat herrschte im Supermarkt weitgehend wieder Normalbetrieb. Offene Fragen aber bleiben.© Philipp Siebert | Philipp Siebert

Gegen 20.30 Uhr fielen dann erneut Schüsse – diesmal in Wilmersdorf. Ziel war die Eurogida-Filiale an der Ecke Bundesallee und Berliner Straße. Die Unternehmensführung zeigte sich gegenüber der Berliner Morgenpost von den Schüssen überrascht. Es sei im Vorfeld nichts vorgefallen, sagte ein Firmenverantwortlicher. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.