Zum Artikel: „Mehr Sexualdelikte in Bussen & Bahnen“ vom 25. Februar

In Paris ist seit Jahrzehnten der Zugang zu den einzelnen Metrostationen durch Drehkreuze geregelt. Was für mehr Sicherheit auf den Bahnhöfen sorgt Warum ist das nicht in Berlin möglich? Durch den völlig freien Zugang zu den U- und S-Bahnen wird dem Vandalismus, der Gewalt, den Sexualdelikten, dem Schwarzfahren und sonstigen Straftaten Vorschub geleistet. Gelegentlich eingesetzte Ordnungskräfte auf den Bahnhöfen sorgen kaum für mehr Sicherheit. Man müsste neue Bahnhöfe und solche, die renoviert werden, zunächst mit Drehkreuzen ausstatten. Im Laufe der Zeit könnte man dann alle Bahnhöfe mit Drehkreuzen versehen. Auch eine Ausweitung der Videoüberwachung ist sinnvoll. Den Vorschlag der Grünen (Antje Kapek), Frauenabteile in den U-Bahnen einzurichten, halte ich für wenig praktikabel. Wer soll das bei geringem Personal überprüfen?

Gert Stuhlert, per Mail

Kommt es nur mir so vor, als ob immer mehr Männer denken, die Gesetze gälten nicht für sie und sie könnten tun und lassen, was sie wollen? Gefühlt 95 Prozent aller Straftaten, sei es Gewalt gegen Rettungskräfte, Polizei, Frauen, Kinder, Sachbeschädigung, Totschlag, Mord, geht von Männern aus. Warum ist diese männliche Gewalt ein Tabuthema, von dem zwar jeder weiß, das aber bloß nicht angesprochen werden darf? Gerade junge Männer fühlen sich anscheinend wie Donald Trump und Elon Musk in einer Person, unangreifbar, heldengleich und alle schwächeren Personen können nach Belieben von ihnen dominiert werden. Wenn in Amerika ein Sexualstraftäter Präsident werden kann und von der Gesellschaft bewundert wird, warum sollten sich deutsche Männer nicht ebenso verhalten?

Was will man also als Schutz für die Bevölkerung tun? Frauen raten, nur noch mit männlicher Begleitung oder in Kleingruppen außer Haus zu gehen? Abends nur noch belebte Plätze betreten und auf gar keinen Fall bei Dunkelheit den ÖPNV benutzen? Rettungskräfte nur noch mit Polizeibegleitung zu Einsätzen schicken? Arztpraxen und Krankenhäuser mit privatem Sicherheitsdienst ausstatten? Und was macht man gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder im häuslichen Bereich? Bis zum Jahr 2032 die Augen zumachen und hoffen, dass es bei einem Femizid pro Tag bleibt und Kinderpornografie durch ein Wunder zurückgehen wird? Wann will die Regierung diese Probleme angehen? Und wann werden die „guten Männer“ nicht länger die Augen verschließen sondern Zivilcourage zeigen?

Bettina Fischer, per Mail

Zum Artikel: „SPD: Scholz geht, wer bleibt?“ vom 25. Februar

Es ist bemerkenswert, dass eine Partei, der man das Vertrauen entzogen hat, jetzt so großspurig auftritt. Wer als Regierung kaum etwas in die Reihe gebracht hatte, sollte einmal über seine Wurzeln und das reale Leben nachdenken. Sollte diese Partei unser Land in erneute Neuwahlen drängen, braucht auch die CDU nicht mehr über Koalitionspartner nachdenken!

Hanz-Dieter Frommel, per Mail

Hat die SPD Führung eigentlich nicht verstanden, was ihr Wahlergebnis bedeutet? Nun tönt Herr Mützenich in seinen letzten Stunden, die SPD müsse gegenüber dem Wahlsieger die gesamte Stärke, die gesamte Autorität und die gesamte Konsequenz der Sozialdemokraten mitbringen. Von welcher Stärke und Autorität spricht er eigentlich noch? Die SPD rudert schon wieder hin und her und zaudert ob sie eine Koalition eingehen will? Es müsste doch heißen: Wir setzen alles dran, um mit dem Wahlsieger eine funktionierende Koalition hinzubekommen! Mit der im Moment gezeigten Haltung öffnen sie das Tor zur Hölle und verspielen die letzte Chance, die resignieren Wähler zurück zu gewinnen. Mir graut es schon vor der Wahl 2029.

Frank Jansen, per Mail

Zu den Artikeln: Streiks der Gewerkschaft Verdi bei BVG, BSR und DHL

Für mich war die Gewerkschaft immer ein Gremium, das für die arbeitende Bevölkerung insgesamt bessere Bedingungen erstreiten soll und damit ein gesünderes und wirtschaftlicheres Umfeld für alle Erwerbstätigen schafft. Zurzeit drängt sich mir aber genau das Gegenteil auf. Höhere Löhne, okay – aber so hohe Forderungen und noch kürzere Arbeitszeit, wo soll das hinführen ? Wir beklagen, nicht mehr konkurrenzfähig zu sein, tun aber alles, unsere Misere zu erhöhen. Bitte maßhalten, nur die Politik allein kann das nicht richten. Und bitte auch immer an die vielen Leidtragenden dieser Streiks für nur einen Teil der Arbeitenden denken.

Lothar Otterstätter, per Mail

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