Nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verschleudert Berlin öffentlichen Raum zu Billigpreisen. Gerade einmal 10,20 Euro kostet in der Hauptstadt ein Anwohnerparkausweis. Dies decke nicht einmal die den Verwaltungsaufwand der Antragstellung ab noch die jährlichen Kosten, die der Hauptstadt und damit den Steuerzahlern für die Bereitstellung eines Parkplatzes entstehen, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

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Immer mehr deutsche Städte hätten zuletzt die Gebühr für Anwohnerparkausweise angehoben. Dies gehe aus einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe hervor. Seit der letzten Umfrage der DUH im Jahr 2022 sei die Zahl der Städte, die ihre Gebühren angehoben haben, von 13 auf 41 gestiegen. Doch nach wie vor verlangten jedoch 66 Städte nur 31 Euro pro Jahr oder weniger für einen Anwohnerparkausweis – obwohl zwei Drittel davon durch ihre Landesregierungen ermächtigt seien, angemessene Gebühren festzulegen. 

Andere europäische Städte verlangen deutlich höhere Parkgebühren

Bewohnerparken
Ein Bewohner-Parkausweis ist an der Windschutzscheibe eines Autos in einer Parkzone in der Berliner Innenstadt© DPA Images | Monika Skolimowska

Berlin sei mit 10,20 Euro Schlusslicht. Die Deutsche Umwelthilfe fordert hingegen mindestens 360 Euro für einen Anwohnerparkausweis pro Jahr und deutlich höhere Gebühren für große SUV und Pick-ups. Die daraus gewonnen Einnahmen sollen in den Ausbau von Bus und Bahn sowie Rad- und Gehwegen fließen.

In Deutschland sind Bonn mit 360 Euro und Münster mit 260 Euro Spitzenreiter bei den Preisen für Anwohnerparkausweise. In anderen europäischen Städten wird teilweise deutlich mehr verlangt.  In Stockholm etwa kostet der Anwohnerparkausweis bis zu 1.309 Euro pro Jahr, in Riga und Amsterdam 1.020 beziehungsweise 567 Euro. tok