Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Mit dem Plan einer Ring-U-Bahnlinie durch die Berliner Außenbezirke hatte die BVG schon vor gut zwei Jahren für Aufsehen gesorgt. „Wichtigen Zentren der äußeren Stadt“ sollen durch eine neue U-Bahnlinie verbunden werden, heißt es in einem Konzeptpapier mit dem Titel „Expressmetropole Berlin“. Die neue Ringverbindung würde bereits bestehende U- und S-Bahnlinie kreuzen und etwa im Bereich Pankow-Neukölln-Alt-Mariendorf-Rathaus Steglitz und Jungfernheide verlaufen.

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„Berlin braucht den weiteren ÖPNV-Ausbau insbesondere auch außerhalb des S-Bahnrings“, sagte Ute Bonde (CDU) am vergangenen Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Nun bestätigte Bondes Sprecherin Petra Nelken dem „Tagesspiegel“, dass es sich dabei um die von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) vorgeschlagene Ring-U-Bahnlinie U0 handele. Diese sei eine „Vision für das Berlin der Zukunft“, so Nelken.

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.© BMO | Unbekannt

Wie die Zeitung weiter berichtet, soll es bisher allerdings bei der BVG nicht mehr als Absichtserklärungen zur neuen Linie geben. Eine konkrete Planung gebe es bisher nicht und sei in naher Zukunft auch nicht zu erwarten.

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Opposition wirft Bonde fatale Verkehrspolitik vor

Verkehrssenatorin Bonde hatte erst letzte Woche mit abenteuerlichen Einschätzungen Unmut auf sich gezogen. Kritik am öffentlichen Personennahverkehr in Berlin wies die Senatorin zurück. „Berlin hat deutschlandweit das beste ÖPNV-Netz. 95 Prozent aller Berliner erreichen innerhalb von fünf Minuten die nächste Haltestelle von Bus und Bahn“, sagte die CDU-Politikerin im Abgeordnetenhaus. Ihr Zwischenfazit der schwarz-roten Verkehrspolitik: „Endlich gibt es einen Senat, der den richtigen Weg einschlägt. Es gibt nichts zu meckern.“ 

Aus Sicht der Opposition macht der schwarz-rote Senat dagegen beim Thema öffentlicher Personennahverkehr alles verkehrt, was man verkehrt machen kann. Grünen-Verkehrspolitikerin Antje Kapek kritisierte Fahrplankürzungen, Taktausdünnungen, U-Bahn-Ausfälle und frustriertes Personal. Die CDU-Verkehrssenatorin verantworte die schwerste BVG-Krise seit Jahrzehnten. Wer das Geld für U-Bahn-Wagen, Tramstrecken und E-Busse streiche, dürfe sich nicht wundern, wenn Menschen wütend reagierten.

tok/dpa