Wer in Berlin in Vollzeit arbeitet, verdient im Schnitt 50.082 Euro brutto pro Jahr – und liegt damit knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 50.239 Euro. Das zeigt der aktuelle Kununu Gehaltscheck 2025, für den über 830.000 Gehaltsdaten von der Arbeitgeber-Vergleichsplattform ausgewertet wurden. Trotz seiner Rolle als deutsche Hauptstadt landet Berlin im Städtevergleich nur auf Platz 13 – hinter Münster und weit abgeschlagen von Spitzenreitern wie München oder Frankfurt am Main.

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In München verdienen Beschäftigte mit durchschnittlich 58.540 Euro brutto im Jahr fast ein Viertel mehr als in Berlin. Ähnlich hoch sind die Einkommen in Frankfurt am Main (58.285 Euro) und Stuttgart (56.986 Euro). Berlin hingegen reiht sich ins Mittelfeld ein. Das führt zu Unzufriedenheit, wie die Auswertung zeigt. Nur 57 Prozent der Berliner Beschäftigten geben an, mit ihrem Einkommen zufrieden zu sein – ein Wert, der ebenfalls unter dem Bundesdurchschnitt liegt.
Im Gehaltsranking der Bundesländer ist Hessen mit 54.322 Euro ganz vorne. Danach folgen Hamburg (52.898 Euro) und Bayern (52.680 Euro). Berlin schafft es hier immerhin auf Rang fünf vor Nordrhein-Westfalen. Am schlechtesten verdienen Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern. Im Schnitt haben Arbeitnehmer dort eine Bezahlung von 41.514 Euro.
Allerdings weist MV auch das stärkste Wachstum auf. Verglichen mit den Kununu-Daten von 2023 sind die Löhne dort um 4,8 Prozent gewachsen. Auch in Brandenburg (46.128 Euro) legten sie mit 4,3 Prozent kräftig zu. Berlin kommt nur auf ein Wachstum von 1,6 Prozent – der drittschlechteste Wert aller Bundesländer.
Ärzte und Anwälte zählen zu den Topverdienern
Außerdem hat Kununu die Gehaltsdaten aus Berlin nach verschiedenen Kriterien analysiert. Demnach werden Jobs mit Personalverantwortung in der Hauptstadt mit durchschnittlich 59.214 Euro jährlich vergütet. Allerdings bekommen Frauen in diesen Positionen deutlich weniger als Männer. Sie erhalten nur 54.457 Euro. Bei Männern sind es 62.257 Euro. Bei Jobs ohne Personalverantwortung ist die Gehaltslücke etwas kleiner: Frauen bekommen dann im Schnitt 45.095 Euro, Männer gut 4000 Euro mehr.
Auch die Berufserfahrung spielt natürlich eine große Rolle beim Gehalt. Wer erst seit drei Jahren oder weniger im Beruf ist, bekommt der Auswertung nach in Berlin 43.096 Euro. Wer mehr als zehn Jahre dabei ist, kann durchschnittlich mit 57.901 Euro rechnen.
Durchschnittlich am besten bezahlt in Berlin ist laut Kununu der Arztberuf (87.484 Euro). Allerdings sind in diesem Ranking nur Berufe mit mindestens 100 Gehaltsangaben aufgeführt. Danach folgen Business Unit Management (86.623) und Softwarearchitektur (84.767). Auf Platz vier stehen Anwältinnen und Anwälte. Sie bekommen in Berlin im Schnitt 79.246 Euro. Beim Ranking zum Einstiegsgehalt steht der Anwaltsberuf hingegen mit 65.974 Euro auf Platz eins.
Berliner Volksbank unter Arbeitgebern mit höchsten Gehältern
Kununu hat auch eine Arbeitgeber-Liste erstellt, für die in Berlin die höchsten Gehälter gemeldet wurden. Auf dem ersten Platz steht hier das Volkswagen-Softwareunternehmen Cariad mit durchschnittlich 92.612 Euro. Es folgt der Pharmakonzern Pfizer, der seine Deutschland-Zentrale in Berlin hat. Kununu-Nutzer meldeten für das Unternehmen einen Durchschnittverdienst von 85.626 Euro. Danach folgen der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz (79.797 Euro) und die Berliner Volksbank (73.408 Euro). Aufgeführt sind hier laut Kununu nur Unternehmen, für die mindestens 50 Gehaltsangaben vorlagen.



