Der Einsatz von Kiezläuferinnen und Kiezläufern wird von den Bürgerinnen und Bürgern überwiegend positiv aufgenommen. Das geht aus einer Zwischenbilanz einiger Bezirke hervor. Der Abgeordnete Hugh Bronson (AfD) hatte eine entsprechende Anfrage gestellt an die zuständige Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gestellt. Darin bat er unter anderem um Erfahrungsberichte, die mit den Awareness-Teams in Schlachtensee/ Krumme Lanke und im Mauerpark, mit den „Hauslichtern“ in der Großwohnsiedlung Waldsassener Straße in Marienfelde und in der Großsiedlung Fennpfuhl in Lichtenberg sowie mit den Fahrrad-Zweierteams „Nachtlicher“ gemacht worden sind.

Störer in ihre Grenzen weisen

Nach Angaben des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf hätten die Awareness-Teams eine soziale Kontrolle im Seengebiet ausgeübt, „die bei Vorfällen unangenehme Situationen entschärfen und den ein oder anderen alkoholisierten Jugendlichen betreuen und Störerinnen und Störer in ihre Grenzen weisen konnten.“ Weiterhin hätten sie für die Sorgen und Probleme der Besucher ein offenes Ohr gehabt. Sie hätten zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten und den Besucher damit ein erhöhtes Sicherheitsgefühl und ein positiveres Aufenthaltserlebnis verschaffen können.

Größere Abfallanhäufungen konnten verhindert werden

In Tempelhof-Schöneberg konnten die „Hauslichter“ durch rechtzeitige Meldungen an die BSR größere Abfallanhäufungen vermeiden. In Gesprächen wurde deutlich, welche Probleme die Bewohner am häufigsten belastet. Hundekot auf Grünflächen, Sperrmüll auf Straßen und Lärmbelästigungen durch Jugendliche. Des Weiteren fühlten sich die Bewohner der Großsiedlung Waldsassener Straße an bestimmten Orten aufgrund der schlechten Beleuchtung nicht sicher. Das konnte durch regelmäßige Streifen verbessert werden.

Das Bezirksamt Lichtenberg berichtet von täglich mehreren Rundgängen durch die Großsiedlung Fennphul im Jahr 2023. In diesem Jahren stellten die Kiezläufer von „Hauslichter“ folgende Verstöße fest: 149 mal Sperrmüll und 310 mal Vermüllung. Zusätzlich wurden begleitende Kurse und Workshops wie beispielsweise Re- und Upcycling, Nachhaltigkeit, Selbstverteidigung, Sturzprävention, Seniorensicherheit und Zivilcourage angeboten.

Noch keine Bilanz zum Mauerpark

Das Bezirksamt Pankow teilte in ihrer Antwort für Erfahrungen im Mauerpark mit: „Die Evaluation des Einsatzes eines Awareness-Teams im Mauerpark ist bisher noch nicht abgeschlossen worden. Der Zwischenbericht zieht eine positive Bilanz für die Parknutzerinnen und -nutzer und erfasste sehr positive Rückmeldungen.“