Berlin braucht mehr Stadtgrün, insbesondere Bäume. Um dieses Ziel zu erreichen und die Hauptstadt besser an den Klimawandel anzupassen, setzt sich eine Initiative für einen „Volksentscheid Baum“ ein. Um weitermachen zu können, benötigt die Gruppe aus Engagierten aber zunächst selbst Unterstützung und bittet daher um Spenden. „Seit 2023 setzt sich die Initiative für ein hitzesicheres und wetterfestes Berlin ein, um Deutschlands erstes kommunales Klimaanpassungsgesetzes per Volksentscheid zu verabschieden. Ohne zusätzliche Mittel droht jedoch ab Februar 2025 ein Stopp der Aktivitäten“, erklären die Umweltaktivisten laut einer Mitteilung.

Die bisherige Förderung durch den Bäume pflanzenden Internetbrowser Ecosia endet im Dezember 2024. Mit den Reserven könne man die Arbeit noch bis Februar fortsetzen, heißt es. „Für die ehrenamtliche und politische Mobilisierung zur nächsten Unterschriftensammlung benötigt sie für 2025 180.000 Euro, um die hauptamtliche Koordination, Materialkosten und die weitere Öffentlichkeitsarbeit zu finanzieren.“ Am Dienstag starteten die Mitglieder eine Startnext-Spendenkampagne, um Geld zu sammeln. Das erste Finanzierungsziel sind 33.044 Euro.

Volksentscheid Baum: Erstes Spendenziel sind 33.044 Euro

Einen Euro für jede Unterschrift, die die Initiative im ersten Schritt auf dem Weg zum Volksentscheid, auch als Baumentscheid bekannt, gesammelt hat. Die Initiative erreichte kürzlich „viermal schneller und 50 Prozent mehr Unterschriften als erforderlich“ und reichten den Antrag auf Volksbegehren Ende November ein. Bis Dienstagabend kamen 415 Euro zusammen.

Darum geht es beim Baumentscheid: Hitze, Dürre und Starkregen belasten Menschen, Infrastruktur und Natur zunehmend. Dabei fällt es durch Baumschwund schwerer, die Stadt und seine Bewohner herunterzukühlen. Die Idee: Ein Berliner Klimaanpassungsgesetz, mit dem unter anderem eine Million kühlende Straßenbäume bis 2040, 1.000 Miniparks sowie 100 neue Grünflächen in den 170 Hitzevierteln entstehen soll. Das Klimaanpassungsgesetz solle als „Blaupause für weitere Städte“ dienen. „Wie schon der Volksentscheid Fahrrad, der zum Mobilitätsgesetz führte, könnte auch dieser Volksentscheid bundesweite Strahlkraft entwickeln“, betont Génica Schäfgen, Deutschland-Chefin von Ecosia.