Die Berlinerinnen und Berliner müssen sich erneut auf eine weitreichende Verkehrseinschränkung einstellen. Die unterirdische Ebene des Hauptbahnhofs wird 2025 zwei Monate lang halbseitig gesperrt. Das geht aus einer aktuellen Ausschreibung der Deutschen Bahn hervor. Demnach dauert die Sperrung von Mitte Februar bis Mitte April 2025, in der Zeit werde es nur vier Gleise geben, normalerweise sind es acht. Darüber hatte zuerst der „Tagesspiegel berichtet“.

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Mit der Ausschreibung sucht die Deutsche Bahn eine Firma, die nördlich und südlich der Bahnsteige im Tunnel sechs zusätzliche Weichen installiert. Außerdem sollen Schienen erneuert, die Leit- und Sicherungstechnik angepasst und Weichen mit einer Weichenheizung ausgerüstet werden. Konkret beginnt die Sperrung den Unterlagen zufolge am 17. Februar. Zunächst betrifft sie die Gleise Richtung Südkreuz, ab dem 24. März dann die andere Richtung.
Bauarbeiten am Hauptbahnhof: Unterirdischer Teil wird zeitweise komplett gesperrt
An zwei Wochenenden sollen zudem der gesamte unterirdische Teil des Hauptbahnhofs gesperrt werden: zunächst vom Freitag, 21. März (22 Uhr) bis Montag, 24. März (4 Uhr), dann noch mal von Freitag, 18. April (22 Uhr) bis Dienstag früh (22. April), 3 Uhr. Dabei handelt es sich um das Osterwochenende. Einer Bahn-Sprecherin zufolge wurde die Einschränkung langfristig geplant. Diese habe so „bereits im Rahmen der Netzfahrplanerstellung berücksichtigt werden“, sagte eine Bahn-Sprecherin. Zu den Wochenendsperrungen heißt es lediglich: „Für die Fahrplankonzepte der zeitweisen baubedingten Ausweitungen der bestehenden Sperrbereiche im Berliner Hbf (tief) befindet sich die DB InfraGO aktuell in Abstimmung mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen.“ Verlässliche Ergebnisse lägen erst nach der Abstimmung der Konzepte vor.
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Notwendig werden die Arbeiten, weil es im Frühsommer 2006 schnell gehen musste. Am 9. Juni begann damals die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, der Hauptbahnhof sollte unbedingt zuvor fertiggestellt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, verzichtete die Bahn damals auf die Pläne, die jetzt zur Ausführung kommen. „Aufgrund des aktuell stark steigenden Verkehrs im Fern- und Nahverkehr in Berlin sind nun Verkehrskonzepte geplant, die die entsprechenden Anpassungen der Infrastruktur benötigen“, schreibt die DB-Sprecherin dazu. Hierzu gehören unter anderem sogenannte Fahrstraßen für das gleichzeitige Ein- und Ausfahrten in die tiefe Ebene des Hauptbahnhofs. „Des Weiteren bieten die neuen Weichenverbindungen im Störungsfall eine deutlich höhere Flexibilität für den Fahrbetrieb“, so die Sprecherin.
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dw/BM




