In Berlin müssen Autofahrer am Wochenende mit größeren Verkehrsbehinderungen rechnen. Zahlreiche Demonstranten machen sich laut einem Aufruf wieder auf den Weg in die Hauptstadt, um vor dem Brandenburger Tor zu demonstrieren. Der Verein „Hand in Hand für unser Land e.V.“ rechnet mit 10.000 Teilnehmern und 1000 Fahrzeugen. Neben Traktoren seien auch Spediteure mit ihren Fahrzeugen dabei.

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Laut Veranstalter startet die Demonstration um 10 Uhr und endet gegen 18 Uhr am Brandenburger Tor. Da die Demonstranten angeblich mit ihren Traktoren anreisten, sei aber bereits etwa ab Freitag (22. November 2024) 22 Uhr in und um Berlin mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Am Samstagmorgen sollen sie dann auf verschiedenen Routen zur Großkundgebung fahren.

Polizei: Keine größeren Störungen

Am Sonnabendmittag versammelten sich laut Polizei einige Dutzend Traktoren am Brandenburger Tor. Ein Polizeisprecher sprach am Vormittag von einer niedrigen dreistelligen Zahl von Fahrzeugen. Zwei kleinere Kolonnen bewegten sich durch die Stadt. Es gebe Verkehrsbeeinträchtigungen, aber zunächst keine größeren Störungen, sagte der Sprecher vor Beginn der geplanten Kundgebung.

Demonstration des Vereins "Hand in Hand für unser Land"
Teilnehmer und Fahrzeuge versammelt sich zur Demonstration des Vereins „Hand in Hand für unser Land“ auf der Straße des 17. Juni unweit vom Brandenburger Tor. © DPA Images | Carsten Koall

Mit den Bauernverbänden haben die Proteste offenbar nichts zu tun. Das Anliegen ist diffus. In der Ankündigung für die Versammlung wird unter anderem „Rederecht“ im Bundestag gefordert, zugleich gehe es um Energiesicherheit und agrarpolitische Themen.

Unterstützung der Verbände, die im letzten Jahr groß gegen Subventionskürzungen der Ampel-Koalition protestiert hatten, haben die Organisatoren nicht. Unklar ist auch, ob die angekündigten Teilnehmerzahlen erreicht werden.

Die Sperrungen und Behinderungen im Überblick

Die Verkehrsbehinderungen am Freitag ab circa 22 Uhr:

  • Frohnau, Landesgrenze B96 Oranienburger Chaussee: über Oranienburger Chaussee, Berliner Straße, Oraniendamm, Oranienburger Straße, Ollenhauer Straße, Scharnweberstraße, Müllerstraße, Afrikanische Straße, Amrumer Straße, Föhrer Straße, Föhrer Brücke, Putlitzbrücke, Stromstraße, Lessingbrücke, Lessingstraße, Altonaer Straße, Großer Stern, Straße des 17. Juni.
  • Charlottenburg, Berliner Ring/A10, Ausfahrt 26, die B5 und die B2 Richtung Straße des 17. Juni

Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale gibt es bereits Straßensperrungen im Bereich des großen Sterns für die angekündigte Großdemonstration auf der Straße des 17. Juni am Samstag (10.00 Uhr).

Mit diesen Behinderungen ist am Samstag zu rechnen:

  • Von Lichtenrade, Landesgrenze B96 Kirchhainer Damm: über Kirchhainer Damm, Lichtenrader Damm, Mariendorfer Damm, Tempelhofer Damm, Platz der Luftbrücke, Mehringdamm, Yorckstraße, Goebenstraße, Kulmer Straße, Bülowstraße, Nollendorfplatz, Kleiststraße, An der Urania, Kurfürstenstraße, Budapester Straße, Hardenbergstraße, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni
  • B101 in Steglitz, Malteserstraße, Mühlenstraße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Attilastraße, Crailsheimer Straße, Steglitzer Damm, Munsterdamm, Grazer Damm, Vorarlberger Damm, Sachsendamm, Dominicusstraße, Martin-Luther-Straße, An der Urania, Schillstraße, Lützowplatz, Klingelhöferstraße, Hofjägerallee, Straße des 17. Juni.
  • Kaiser-Friedrich-Straße, Kaiserdamm, Bismarckstraße, Straße des 17. Juni.
  • Reinickendorf, Berliner Straße, Oraniendamm, Hermsdorfer Straße, Cyclopstraße, Oranienburger Straße, Ollenhauer Straße, Scharnweberstraße, Müllerstraße, Afrikanische Straße, Amrumer Straße, Föhrer Straße, An der Putlitzbrücke, Stromstraße, Lessingstraße, Altonaer Straße, Großer Stern

Die Forderungen der Demonstration sind nicht klar gefasst: Sie umfassen vor allem Themen wie Energiesicherheit, Steuersenkungen, Bürokratieabbau, Eigenproduktion lebensnotwendiger Güter, Investitionen im Inland, soziale Gerechtigkeit, nationale Selbstbestimmung, persönliche Haftung von Politikern, transparente Politik, konsequente Asylrechtsdurchsetzung sowie die Wahrung des Friedens innen und außen. Das Ganze sei eine Mittelstandsdemonstration, erläutert der Veranstalter. Laut „Tagesspiegel“ befinden sich auf der Rednerliste auch Rechtspopulisten.

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