Ein Jugendlicher ist in der Nacht zum Donnerstag in einer Wohnung in Reinickendorf gefesselt und verletzt worden. Nachdem er sich befreien konnte, meldete er den Vorfall der Polizei. Gegenüber den Beamten gab der 17-Jährige an, dass er gegen 2.30 Uhr an der Provinzstraße von einem Unbekannten mit einer Schusswaffe aufgefordert worden sei, mit in seine Wohnung zu kommen. Dort habe der Mann ihn gefesselt, mit einem Messer bedroht und mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen. Schließlich sei es ihm gelungen, aus der Wohnung zu flüchten. Er habe dann die Polizei und Feuerwehr gerufen. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen, der Schürfwunden an Kopf und Arm erlitten hatte, zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

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Noch in der Nacht durchsuchten die Beamten mit einem richterlichen Beschluss die Wohnung des Tatverdächtigen. Dabei kamen auch Spezialkräfte zum Einsatz. Es wurden eine Schusswaffe und Kleidung des 17-Jährigen gefunden. Sie trafen auch den 27 Jahre alten Tatverdächtigen an. Er wurde in ein Gewahrsam gebracht. Einsatzkräfte nahmen dort seine Personalien auf. Außerdem wurde ihm Blut abgenommen. Die Hintergründe des Geschehens sind nun Gegenstand der Ermittlungen, die ein Fachkommissariat der Direktion 1 (Nord) führt.

jp