Nach einer Protestaktion für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK am Brandenburger Tor ermittelt die Polizei gegen drei Frauen und einen Mann wegen Hausfriedensbruchs. Laut Polizei sind zwei der Frauen am Mittwochnachmittag auf einen Seitenflügel des Wahrzeichens geklettert, haben dort zwei Banner ausgerollt, Rauchbomben gezündet und Parolen skandiert.

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Auf einem der roten Banner war das Gesicht des inhaftierten PKK-Anführers Abdullah Öcalan zu sehen, sagte ein Polizeisprecher. Auf dem anderen eine Ankündigung für eine pro-kurdische Demonstration in Köln am 16. November, zu der die Polizei Tausende Menschen erwartet.

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PKK gilt in der EU und den USA als terrororistische Organisation

Bei der Protestaktion kletterten die Aktivistinnen nicht selbst auf das Tor, sondern setzten eine Hebebühne ein, die ein 21-Jähriger fuhr. Eine weitere Frau half bei der Aktion. Beamte einer Einsatzhundertschaft holten die Frauen von dem Seitenflügel, wie es hieß. Schon bei anderen Protestaktionen in der Vergangenheit wurde eine Hebebühne an dem Wahrzeichen eingesetzt.

Die Polizei war Mittwoch mit einem größeren Aufgebot am Brandenburger Tor, weil es dort zuvor eine große Demonstration der Berliner Kulturszene gegen Sparpläne des Senats gegeben hatte.

Die PKK ist in der Türkei, aber auch in der EU und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft, in Deutschland ist sie seit 1993 verboten. Öcalan sitzt wegen Hochverrats, Mordes und Bildung einer terroristischen Vereinigung seit 1999 auf der türkischen Gefängnisinsel İmralı im Marmarameer in Haft.

jst/dpa