Die jüngsten Betrugsfälle, bei denen sich Kriminelle als Polizisten ausgegeben hatten, haben die Polizei dazu veranlasst, erneut vor dieser Betrugsmasche zu warnen. Zudem habe man laut Ermittlungsbehörde eine deutliche Zunahme von angezeigten Straftaten zum Phänomen „Anrufe durch falsche Polizeibeamte“ festgestellt. Darunter befanden sich nach Angaben der Polizei zuletzt mehrere schadensträchtige Ereignisse, bei denen die Schadenssummen bei mehreren hunderttausend Euro lagen.

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Einer der zuletzt bekannt gewordenen Fälle ereignete sich am Mittwoch. Am Abend gegen 18 Uhr gab sich ein Mann in Wedding gegenüber einer 91-jährigen Frau am Telefon als Polizist aus. Der „falsche“ Polizeibeamte hatte am Telefon behauptet, dass es derzeit zu mehreren Einbrüchen in der Nachbarschaft käme. Zu ihrem vermeintlichen Schutz forderte er sie auf, ihre Wertsachen und ihr Bargeld zusammenzusuchen und einem Abholer zu übergeben. Kurz darauf erschien ein Unbekannter an der Wohnungstür der Seniorin. Wie die Polizei mitteilte, rief die Seniorin aber so laut, dass ein Nachbar aufmerksam wurde. Daraufhin flüchtete der Tatverdächtige ohne Beute in unbekannte Richtung.
Zwei „falsche“ Polizisten sprechen Seniorin auf der Straße an
Bereits am Mittwochnachmittag wurde ein anderer Fall in Tempelhof zur Anzeige gebracht. Als eine 84-jährige Seniorin gegen 14.30 Uhr zu ihrer Wohnung zurückkehrte, warteten dort bereits zwei Männer auf sie. Beide wiesen sich der Frau gegenüber mit einer Karte als Polizeibeamte aus. Aufgrund begangener Diebstähle in der Nachbarschaft müssten sie die Wertgegenstände der Frau überprüfen. Laut Polizei ließ die Frau die Männer auch in ihre Wohnung. Die Seniorin gab später zu Protokoll, dass die Männer ihre Wohnung durchsucht hätten. Später bemerkte die Frau das Fehlen ihres Bargeldes und alarmierte die Polizei.
Wie die Polizei in ihrer Warnung mitteilt, würden sich die Anrufer mit unterdrückter oder technisch veränderter Rufnummer (zum Beispiel 030 110) melden. In dem Gespräch berichten sie meist von einem Raubüberfall in der Nachbarschaft. Durch geschickte Gesprächsführung wird den angerufenen Personen suggeriert, dass auch ihr Vermögen in Gefahr sei. So verunsichert, geben die Angerufenen oft Auskunft zu Vermögenswerten.
Daraufhin bieten die Anrufer an, Bargeld und andere Vermögenswerte, insbesondere Goldschmuck, Goldbarren, Goldmünzen von einem Polizeibeamten in Zivil abholen und in Sicherheit bringen zu lassen.
Hinweise der Polizei Berlin:
• Die Polizei wird Sie niemals nach Geld fragen oder um Geldbeträge bitten.
• Geben Sie am Telefon keine Auskunft zu Ihren finanziellen Verhältnissen.
• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
Weitere Hinweise befinden sich unter den nachfolgenden Links:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/
https://www.berlin.de/polizei/aufgaben/praevention/betrug/artikel.788685.php





