Vier Aktivisten sind am Donnerstagmorgen auf die Skulptur „Molecule Man“ in der Spree geklettert und haben ein rotes Banner entrollt. Auf diesem steht: „3. Weltkrieg verweigern / Keine Mittelstreckenraketen in Deutschland / Keine Eurofighter in Kurdistan“. Wie die Polizei sagte, wurden sie gegen 8 Uhr am Morgen zum Schleusenufer nach Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg alarmiert.

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Im Einsatz waren auch die Feuerwehr, die Wasserschutzpolizei und eine technische Einsatzeinheit der Polizei. „Vier Personen waren auf die Skulptur geklettert“, sagte ein Sprecher der Polizei der Berliner Morgenpost. „Gegen 13 Uhr verließen die Personen die Skulptur wieder.“ Ob freiwillig oder nicht, konnte zunächst nicht geklärt werden. Das Banner ließen sie laut Polizei in luftiger Höhe zurück. Polizei und Feuerwehr entfernten das rote Protestbanner, wie Fotos zeigen. Die Beamten nahmen von den vier Besetzern die Personalien auf.
Antimilitäristische Aktion der @jugendkommunen in Berlin.
— Sassalbo (@Sassalbo030) November 14, 2024
Wir sind die Jugend des Hochverrats!#b1411 pic.twitter.com/6atuDdIUhq

Es handelt sich um Aktivisten der Organisation „Internationalistische Jugendkommunen“. Laut einer Mitteilung richte sich der Protest „gegen die Kriegsvorbereitungen und den Konfrontationskurs der deutschen Bundesregierung, insbesondere gegenüber Russland“ und gegen eine Entscheidung des Bundeskanzlers Olaf Scholz, wonach Kampfjets im Wert von vier Milliarden Dollar an die Türkei geliefert werden sollen. Nach eigenen Angaben engagieren sich in den „Internationalistischen Jugendkommunen“ junge Menschen in Deutschland für mehr Demokratie und Selbstverwaltung.

Die Skulptur ragt aus der Spree zwischen Oberbaumbrücke und Elsenbrücke und gilt als eines der Wahrzeichen Berlins. Das 45 Tonnen schwere Werk des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky wurde in der Vergangenheit mehrfach für politische Kundgebungen genutzt. BM/dpa
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