Zwei Männer sind am Dienstag bei einer Auseinandersetzung in Spandau schwer mit einem Messer verletzt worden – einer von ihnen starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Mehrere Menschen seien am Abend an dem Streit beteiligt gewesen, teilte die Polizei mit. Bei dem zweiten Mann bestehe derzeit keine Lebensgefahr. Das genaue Geschehen sei bislang unklar, hieß es. Auch zum Alter der beiden Männer konnte die Polizei keine Angaben machen. Eine Mordkommission ermittle nun.

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Ersten Informationen von vor Ort zufolge sollen im Bereich Dallgower Straße / Staakener Straße mehr als 20 Personen aneinander geraten sein. Kurze Zeit später hatten Anwohner, die in der Nähe wohnen, gegen 22.20 Uhr Hilferufe gehört. Sie verständigten Polizei und Rettungskräfte zum Kemmannweg. Dort lag ein schwer verletzter Mann auf einem Spielplatz. Er soll Verletzungen im Gesicht und im Bauchbereich erlitten haben, an denen er später verstarb.

Laut Morgenpost-Informationen wurde in der Nähe an der Straße An der Kappe ein weiterer schwer verletzter Mann festgestellt. Er soll Stichverletzungen im Rücken erlitten haben. Ob es sich um einen Verdächtigen oder ein Opfer handelt, ist bislang unklar. Im Bereich der Straße An der Kappe sollen sechs Tatverdächtige festgenommen worden sein.
„Messer machen Mörder und das ist kein Zonen-, Volksfest- oder ÖPNV-Problem“, sagte Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Wir haben längst auch auf Spandaus Straßen immer häufiger mit Gruppenkeilen von Heranwachsenden zu tun, bei denen auch Stichwaffen gezielt eingesetzt werden.“ Man werde diese Taten in der heutigen Zeit auch nie komplett verhindern können. „Wenn man dagegen aber wirklich etwas Sinnvolles tun möchte und die Zahlen senken will, führt nichts an einem generellen Messer-Trageverbot in der Öffentlichkeit vorbei“, so Jendro.
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Auseinandersetzung am Samstag im Münsinger Park
Erst am vergangenen Wochenende hatte es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen im Münsinger Park gegeben. Ein 17-Jähriger erlitt am Samstagabend Schnittverletzungen am Hinterkopf und am Rücken. Er fuhr eigenständig mit der U-Bahn zum Bahnhof Zitadelle. Dort brach er zusammen. Polizisten versorgten ihn bis zum Eintreffen von Rettungskräften der Feuerwehr, er wurde in einem Krankenhaus operiert. Es bestehe laut Polizei keine Lebensgefahr.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren in dem Park zwei Gruppen – eine aus etwa 20 Personen, die andere aus etwa 40 Personen bestehend – in Streit geraten. Die Polizisten trafen in der Nähe des Tatortes noch zwei Männer im Alter von 18 Jahren sowie einen weiteren Verdächtigen im Alter von 21 Jahren an, die an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein sollen. Sie wurden festgenommen, befinden sich aber wieder auf freiem Fuß. BM/dpa




