Auch in diesem Jahr hat die Halloween-Nacht bei der Polizei für etliche Einsätze gesorgt. Nach Angaben der Sicherheitsbehörde nahmen Polizisten rund 130 Menschen vorübergehend fest. Zudem wurden 23 Strafermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigungen durch Feuer, Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Acht Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt, hauptsächlich wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Zwei Einsatzkräfte erlitten Verletzungen, eine an einem Arm und eine an einer Hand.

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Die „Berliner Zeitung“ berichtet von brennende Barrikaden sowie Angriffen auf Polizisten und Feuerwehrleute. Teils seien vorbeifahrende Autos mit Böllern und Feuerwerksraketen beschossen worden. Schwerpunkte waren demnach Straßen im Wedding, in Schöneberg und Kreuzberg sowie im Norden Neuköllns, in Gropiusstadt und Märkischem Viertel. 

Die Polizei gab an, bezüglich der Feierlichkeiten an Halloween sowie mehrerer Versammlungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt von 15 Uhr bis 0.30 Uhr mit rund 800 Kräften im Einsatz gewesen zu sein. „Eine im Vorfeld angezeigte Versammlung mit Bezug zum Nahostkonflikt und vier angezeigte Versammlungen im Zusammenhang mit Halloween-Feierlichkeiten verliefen störungsfrei“, so ein Sprecher.

Brennende Gegenstände in Friedrichshain

Im gesamten Stadtgebiet seien vereinzelt pyrotechnische Gegenstände entzündet und Müllcontainer in Brand gesetzt worden, unter anderem am Chamissoplatz, im Graefekiez in Kreuzberg sowie in der Thermometersiedlung in Lichterfelde. Überwiegend minderjährige Personengruppen attackierten vereinzelt Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr mit Pyrotechnik.

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In der Gärtnerstraße in Friedrichshain versammelten sich nach ersten Angaben der Polizei etwa 150 Menschen, die Pyrotechnik zündeten. Dort brannten auch ein Auto sowie Autoreifen, mehrere Mülltonnen sowie E-Roller und Teile von Bauzäunen, die auf die Fahrbahn geräumt wurden. „In der näheren Umgebung befanden sich circa 150 Personen, die zum Teil vermummt Pyrotechnik zündeten und sich vor Eintreffen der Polizei in unterschiedliche Richtungen zerstreute“, hieß es von der Polizei. „Vor Ort bemerkten die Einsatzkräfte anschließend mehrere Farbschmierereien mit Nahostbezug an Häuserwänden des Boxhagener Platzes.“

Für Aufsehen sorgte ein Vorfall am Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel. Gegen 19.15 Uhr überprüften die Einsatzkräfte hier einen Mann, der eine Axt mit sich führte. Da er Widerstand leistete, setzten die Beamtinnen und Beamten ein Reizstoffsprühgerät ein. Anschließend brachten sie den Festgenommenen zur Behandlung in ein Krankenhaus. Im vergangenen Jahr waren laut Polizei etwa 1000 Einsatzkräfte unterwegs, darunter auch Polizisten aus anderen Bundesländern. mit dpa