Erneut ist es im Rahmen einer propalästinensischen Demonstration in Berlin zu einem Zwischenfall gekommen. Wie die Zeitung „BZ“ berichtete, waren einige Teilnehmer nach Demo-Ende auf einen Seiteneingang des KaDeWe an der Ansbacher Straße gestürmt und hatten sich zum Teil Zugang verschafft. Daraufhin hätten Polizisten das Luxuskaufhaus abgeriegelt. Sicherheitskräfte des KaDeWe hätten schließlich die Tür verschlossen. Nach kurzer Zeit habe die Polizei die Lage wieder in Griff gehabt. Die Einsatzkräfte nahmen laut Medienbericht Personen vorläufig fest.

Teilnehmer einer Palästina-Demonstration zeigen iranische Flaggen und einen Banner.
Teilnehmer einer Palästina-Demonstration zeigen iranische Flaggen und einen Banner. © dpa | Manuel Genolet

Zu der Eskalation war es gekommen, weil der Versammlungsleiter die Demonstration gegen 18 Uhr für beendet erklärt hatte. Doch einige Dutzend Personen weigerten sich, den Wittenbergplatz in Schöneberg zu verlassen. Daraufhin schritt die Polizei ein und forderte die Demonstranten zum Gehen auf. Danach kam es zur kurzzeitigen Eskalation.

Teilnehmer einer Palästina-Demonstration zeigen eine iranische Flagge.
Teilnehmer einer Palästina-Demonstration zeigen eine iranische Flagge. © dpa | Manuel Genolet

Laut ersten Polizei-Angaben nahmen rund 350 Menschen an dem Protest unter dem Motto „Solidarität mit Palästina. Stoppt den Gaza Genozid. Keine Waffen für Israel. Stoppt den Krieg im Libanon“ teil. Viele Demonstranten trugen schwarz-weiße Palästinensertücher. Einige hatten palästinensische und libanesische Flaggen dabei. Auch die iranische Landesflagge war zu sehen. Es wurden Reden gehalten und Sprüche wie „Free Gaza“ oder „Free Libanon“ gerufen. In unmittelbarer Nähe fand eine Gegendemonstration statt, an der nach Angaben der Polizei eine Handvoll Leute teilnahmen. Polizisten trennten die Gruppen voneinander ab.

Erst am vergangenen Samstag waren bei einer pro-palästinensischen Demonstration 57 Personen vorläufig festgenommen worden. Zudem wurden 25 Straf- und 34 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gestellt. Die Demonstration in Charlottenburg wurde unter anderem wegen „der sich fortlaufend häufenden Straftaten“ vorzeitig von der Polizei aufgelöst. Zwölf Beamte wurden verletzt, einer musste zur Behandlung ins Krankenhaus. BM/dpa