Der Lachgas-Hype reißt nicht ab. Vor allem bei Jugendlichen ist die Party-Droge beliebt. In der Folge landen immer mehr Kartuschen in Mülltonnen und öffentlichen Papierkörben – teilweise sind die Lachgaskartuschen aber nicht vollständig leer. Genau das führt zu Problemen in den Müllverbrennungsanlagen, informierte die Berliner Stadtreinigung (BSR) in einer Pressemitteilung.

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„Wir finden in Spitzenzeiten bis zu 250 Lachgaskartuschen täglich im Müllheizkraftwerk in Ruhleben. Durch verbliebene Gasreste können sich die Metallbehälter bei ihrer Verbrennung zu regelrechten Sprengkörpern entwickeln und sind somit eine Gefahrenquelle für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BSR“, erklärte die BSR-Chefin Stephanie Otto.

Zudem könnten Lachgaskartuschen erhebliche Schäden in den Kesseln verursachen, was dazu führen könne, dass man die Kapazität der Anlage herunterfahren müsse. „Aus diesem Grund appelliere ich an die Menschen in unserer Stadt, Lachgaskartuschen sicher und umweltgerecht zu entsorgen und so gemeinsam mit unserem Team Orange zu mehr Sicherheit und Sauberkeit für alle beizutragen“, so Otto.

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Die BSR weist darauf hin, dass leere Lachgasbehälter in der Wertstofftonne entsorgt werden dürfen. Anders sieht es bei nicht vollständig entleerten Kartuschen aus. Diese müssen im Handel oder an den Schadstoffannahmestellen der Berliner Recyclinghöfe abgegeben werden. Die Abgabe haushaltsüblicher Mengen an Kartuschen ist kostenfrei möglich.

Die BSR setzt aber nicht nur auf Aufklärung, sondern wird auch selbst tätig. Im August sagte das Unternehmen der Berliner Morgenpost, dass man einen Antrag bei der Senatsverwaltung für Umwelt gestellt habe, um die Lachgas-Behälter aus Abfallbehältern an den Straßen sammeln zu dürfen. Zudem plädierte Petra Nelken, die Sprecherin von Berlins Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU), für eine Pfandpflicht auf die Kartuschen, damit diese nicht einfach im Hausmüll landen, sondern von den Händlern wieder zurückgenommen werden müssten. 

Der Lachgas-Trend ist seit etwa drei Jahren zu beobachten. Das Gas wirkt leicht euphorisierend, bringt Glücksgefühle und Lachanfälle hervor. Zudem berichten Konsumenten von leichten Halluzinationen. Die Wirkung setzt nach wenigen Sekunden ein, hält aber auch nur wenige Minuten an. Nebenwirkungen können Schwindel und Kopfschmerzen sein. Langfristig kann der Konsum des Gases schwere Nervenschäden verursachen, die sich etwa durch Taubheitsgefühle an einzelnen Teilen des Körpers ankündigen. BM