Leuchtendes Magenta, irisierendes Grün und schillerndes Türkis: Am Donnerstagabend tauchten in vielen Regionen Deutschlands Nordlichter den Himmel in bunte Farben – auch in Berlin und Brandenburg. In den sozialen Netzwerken posteten User zahlreiche Fotos, zum Beispiel aus Köpenick oder Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg).

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So entstehen Nordlichter

Das Lichtspiel am Himmel wird durch sogenannte energiereiche Sonnenwindpartikel ausgelöst, die durch Eruptionen auf der Sonnenoberfläche mit hohen Geschwindigkeiten ins Weltall geschleudert werden und auf das Erdmagnetfeld treffen. Bereits im April und im August hatte es in Deutschland Sichtungen von Nordlichtern gegeben. 

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Wie ein Sprecher des Instituts für Solar-Terrestrische Physik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) damals mitteilte, sind die aktuell vermehrten Sichtungen nicht ganz ungewöhnlich. Etwa alle elf Jahre, in einem sogenannten Sonnenzyklus, gebe es Phasen mit starker Sonnenaktivität. Das nächste Maximum werde im Jahr 2025 erwartet, momentan sind wir also kurz davor. Frühling und Herbst sind statistisch gesehen die besten Jahreszeiten, um in Deutschland Nordlichter zu entdecken.

Komet in Berlin und Brandenburg: Wann er zu sehen ist

Nach den Nordlichtern kündigt sich schon das nächste Himmelsspektakel an. Schaulustige können für mehrere Tage einen vorbeiziehenden Kometen samt Schweif beobachten. Mit ganz viel Glück könne Tsuchinshan-Atlas – auch C/2023 A3 genannt – schon an diesem Freitagabend erspäht werden, sagte der Leiter des Urania-Planetariums in Potsdam, Simon Plate. Das sei aber schwer vorauszusagen. 

Der Komet C2023-A3 (Tsuchinshan-ATLAS)
Der Komet C2023-A3 (Tsuchinshan-ATLAS), in etwa 160 Millionen Kilometern Entfernung, aufgenommen von dem Nasa-Astronauten Matthew Dominick von der ISS aus.© DPA Images | Matthew Dominick

Die Wetterbedingungen sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in der Nacht von Freitag auf Samstag am besten. Der Himmel in Berlin und Brandenburg werde leicht bewölkt und klar sein, sagte eine Sprecherin. In den Nächten darauf nehme die Bewölkung zu.

bm/dpa