Klimaaktivisten der Letzten Generation sind wieder in Berlin aktiv: In der Friedrichstraße schmierten sie am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr nach eigenen Angaben „Fake-Öl“ an das sogenannte Quartier Zukunft der Deutschen Bank und beklebten die Scheiben der Filiale mit nachgemachten Banknoten. Drei Frauen standen vor der Filiale und hielten Schilder mit Aufschriften wie „Klimakatastrophe: Eskaliert von Exxon, finanziert durch Deutsche Bank“ in die Luft. Sie wenden sich damit gegen das aus ihrer Sicht klimaschädliche Engagement der Bank. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an

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„Die Deutsche Bank investiert weiterhin in die fossile Selbstzerstörung“, sagt Judith Beadle in einer parallel verschickten Pressemitteilung der Letzten Generation. Demnach ist das Finanzinstitut mit weiteren Banken an der Ausgabe einer neuen Anleihe des US-Ölkonzerns in Höhe von mehr als 170 Millionen Euro beteiligt, die bis 2074 läuft. Das sei das Gegenteil des „Klimaversprechens“ des Unternehmens, die Treibhausgasemissionen des Geschäfts bis 2050 unter dem Strich auf null zu senken.
Letzte Generation protestiert in Berlin gegen Geschäft der Deutschen Bank
Die Letzte Generation bezieht sich dabei auf Informationen der Nichtregierungsorganisation Urgewald. Von Julia Dubslaff von Urgewald heißt es: „Solche Anleihen unterstützen Exxon Mobils klimaschädliche Geschäftsstrategie, dazu gehören auch die weltweiten fossilen Expansionspläne des Konzerns. In diesem Fall sichert sich Exxon sogar frisches Geld bis weit in die zweite Hälfte des Jahrhunderts.“
🛢️ PROTEST VOR DEUTSCHE BANK:
— Letzte Generation (@AufstandLastGen) October 10, 2024
💬 „Unsere Lebensgrundlagen werden zerstört - jetzt! Wir müssen aussteigen aus den Fossilen - jetzt! Nicht bis 2074 sondern genau jetzt!“
➡️ Die Deutsche Bank investiert 170 Millionen Dollar in Exxon-Mobil-Anleihen mit einer Laufzeit bis 2074. pic.twitter.com/QrNQPmParj
Parallel läuft derzeit eine Protestwelle der Letzten Generation in Kassel. Am Mittwoch blockierten Aktivisten den Flughafen Kassel-Calden mit „Baumpflanzungen“ auf dem Rollfeld. In Berlin war zuletzt Ende September die Fassade der Britischen Botschaft mit Suppe beschmutzt worden. An der Friedrichstraße waren die Aktivistinnen am frühen Nachmittag verschwunden und die Fassade der Deutschen Bank wieder weitgehend gereinigt.




