Das Chaos um das Mittagessen an den Berliner Schulen, die eigentlich von dem Caterer 40 Seconds beliefert werden sollten, hält weiter an. Nachdem das Unternehmen, das ursprünglich an 108 Schulen rund 50.000 Berliner Schülerinnen und Schülerinnen mit Mittagessen versorgen wollte, schon kurz nach dem Start des neuen Schuljahres mit der Versorgung überfordert war, warten noch immer tausende Eltern auf vorab überwiesenes Geld.

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Wie zuerst der Berliner Kurier berichtete, geht es um die Rückerstattung für bereits vorab gezahlte Beträge, für die eine Lieferung jedoch nicht erfolgte. „Alle betroffenen Eltern bekommen ihr Geld zurück“, versicherte der Sprecher von 40 Seconds auf Nachfrage der Berliner Morgenpost am Mittwoch. Nach Angaben des Sprechers sind exakt 2781 Fälle noch offen.

Caterer schiebt Verantwortung auf Dienstleister

Grund für die schleppende Abarbeitung, so der Sprecher weiter, sei die erst in dieser Woche erfolgte Freischaltung des Rücküberweisungssystems. Diese erfolge über einen Dienstleister und nicht durch 40 Seconds. „Es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis alle Betroffenen ihr Geld erhalten haben werden“, so der Sprecher weiter. Am Mittwoch dieser Woche sei die Anweisung für die Sammelüberweisung am Mittwoch an die Bank gegangen. Die zu überweisende Gesamtsumme belaufe sich auf rund 27.000 Euro.

Entstanden war das Chaos, nachdem der Senat im Vergabeverfahren für das Schulessen den Anbieter 40 Seconds auswählte, der vorher nur wenige Schulen beliefert hatte. Mit der Verzehnfachung des Angebots von 5000 auf knapp 50.000 Mahlzeiten war dieser hoffnungslos überfordert. Die Folge: Seit Schuljahresbeginn wurden Tausende Schüler in Berlin gar nicht, unregelmäßig oder in schlechter Qualität mit Mittagessen versorgt.