Der Bebelplatz in Berlin-Mitte ist seit dem heutigen Freitag um 10 Uhr wieder zum „Platz der Hamas-Geiseln“ geworden. Sanduhr und Stühle stehen in neuer Anordnung auf dem Bebelplatz. Die Sanduhr ist wieder da, der nachgebildete Terrortunnel ebenfalls. Neu ist das zerbombte Wohnzimmer, das von einer amerikanischen Künstlerin gestaltet wurde, um die Schrecken des Terror-Angriffs fühlbar zu machen.

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Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen hatten bei ihrem Überfall am 7. Oktober mehr als 1.200 Menschen in Israel getötet und etwa 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israelischen Angaben zufolge sind noch etwa 100 Geiseln in der Gewalt der Hamas.

Bebelplatz erneute Aktion für Hamas-Geiseln
Kurz vor dem Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs: Erneut stehen leere Stühle mit Fotos der Entführten auf dem Bebelplatz. Im September sind sechs weitere Hamas-Geiseln tot aufgefunden worden.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Vom Bündnis Freiheit für die Hamas-Geiseln heißt es auf Anfrage der Morgenpost: Der Platz der Hamas-Geiseln sei der Öffentlichkeit mit seinen neuen Installationen frei zugänglich, am Freitag wird es aber kein offizielles Programm geben.

Erst am Montag, den 7. Oktober wird es ab 11 Uhr für eine Stunde die Möglichkeit zu Gesprächen geben. Anwesend sein wird Alon Gat, dessen Schwester Carmel gerade erst tot aufgefunden worden ist. Außerdem sollen eine ehemalige Hamas-Geisel und weitere Angehörige der von der Hamas ermordeten Geisel Carmel Gat, sowie Melody Sucharewicz zu Wort kommen.

Vor Jahrestag 7. Oktober 2023 - Berlin
Wettlauf mit der Zeit: Die drei Meter hohe Sanduhr, die bereits im Mai am Bebelplatz stand, ist im Oktober zurückgekehrt. Sie stand bereits in New York und Tel Aviv.© DPA Images | Sebastian Gollnow

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Leere Stühle für Hamas-Geiseln auf dem Bebelplatz
Bereits im Mai diesen Jahres baten Angehörige der entführten Hamas-Geiseln mit leeren Stühlen und einer Sanduhr auf dem Bebelplatz um Hilfe.© BM | Iris May

Der Bebelplatz war bereits im Frühjahr für einige Wochen symbolisch in „Platz der Hamas-Geiseln“ umbenannt worden, um an die israelischen Geiseln zu erinnern. Nun schrieb das Bündnis: „Lasst uns gemeinsam stark bleiben und unsere Solidarität zeigen. Jede Anwesenheit zählt und hilft, ein sichtbares Zeichen der Menschlichkeit und des Zusammenhalts zu setzen.“