Beim Protest gegen den Autobahn-Weiterbau am Ostkreuz ist der Name Programm. „A100 wegbassen“ heißt die Demonstration eines Bündnisses aus Clubbetreibern, Anwohnern und Umweltschützern. Letztes Jahr kamen Tausende zu ihrem Open-Air-Rave, diesen Freitag geht der Techno-Protest in die zweite Runde.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Starten soll die „A100 wegbassen“-Demonstration um 17 Uhr am Markgrafendamm. Neben Trucks soll auch von Fahrrädern elektronische Musik abgespielt werden, Demonstranten sind eingeladen, mit eigenen „Soundbikes“ zu kommen. Anders als vergangenes Jahr soll sich der Zug aber in Bewegung setzten und über die Elsenbrücke in Richtung Treptower Park ziehen. Auch eine Raddemo, die schon um 15 Uhr vor dem Verkehrsministerium am Invalidenpark beginnt, wird sich dem Rave anschließen. Zwischen den Redebeiträgen unterstützen zahlreiche DJs der Berliner Techno-Szene das Anliegen des Protestbündnisses, verrät das Line-up für Freitag.

Mehr zum Thema

Weiterbau der A100 gefährdet nicht nur Berliner Clubs

Hintergrund der Demonstration ist der geplante Weiterbau der A100. Von der Ausfahrt „Treptower Park“ aus, soll die Stadtautobahn nächstes Jahr über die Spree in Richtung Lichtenberg verlängert werden. Auf der Strecke liegen auch mehrere Berliner Clubs – das Partyleben hier wäre dann vermutlich aus.

Zu den gefährdeten Clubs zählt unter anderem das „://about blank“, die „Wilde Renate“, und die „Else“. Sie sind Teil des Aktionsbündnis „A100 wegbassen“. Insgesamt sind um die 40 Initiativen im Bündnis organisiert, sagt Mitorganisatorin Briti Beneke der Morgenpost. Neu ist etwa die queerfeministische Gruppe „Queermany“ dabei. „Die Clubs am Ostkreuz sind auch Safe Spaces für queere Menschen. Gerade wegen des Rechtsrucks in der Gesellschaft wollen wir das zum Thema machen“, sagt Beneke. Sie selbst ist Aktivistin in der „Bürger*InnenInitative A100“.

Auch Umweltschutzgruppen protestieren gegen den Weiterbau der A100, darunter „Fridays for Future“. „Klar geht es um die Clubs, aber auch darum, ob wir mit fossilen Energien weitermachen wie bisher“, sagt der Klimaaktivist Louis Motaal der Morgenpost. „Für uns ist es wichtig, zu zeigen, dass so ein Projekt nicht mehr in die jetzige Zeit passt. Letztes Jahr ist uns das gut gelungen, weil sich so viele dem Protest angeschlossen haben. Diese Menge war eine echte Überraschung“. Wie viele Teilnehmer die Organisatoren am Freitag erwarten, will keiner verraten. Enden soll die Demonstration um 21 Uhr am Treptower Park.

Lesen Sie dazu auch: Fridays for Future: Das ist ihre Strategie auf TikTok